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Freitag, 10. März 2017

Rezension: Niemand liebt November




Bildquelle Amazon


"Niemand liebt November" - von Antonia Michaelis


Sprache: deutsch
Genre: Roman
Reihe: Nein
Band: /











Meine Bewertung:









Das Cover

Das Cover ist richtig toll. Es passt zum Titel: November, weil es gleich die richtige Stimmung einfängt. Zumindest für den Roman, immerhin gibt es ja auch schöne Novembertage. Trotzdem liebe ich den Herbstanstrich mit den Blättern und das die Gestaltung Ähnlichkeiten zu den anderen Romanen der Autorin aufweist, durch die gewisse düstere, unheilvolle Stimmung.




Kurze Inhaltsbeschreibung

November ist auf der Suche nach ihren Eltern. Sie weiß weder warum sie sie als kleines Mädchen so plötzlich allein ließen, wieso sie nicht wiederkamen, oder nach ihr suchten. Alles was sie hat ist der Hinweis auf einer Streichholzschachtel mit dem Namen einer Bar. Ihre Suche führt sie dahin, doch ob November wirklich ihre Eltern finden kann und ob es für sie überhaupt gut ist, das zu tun, ist die Frage.




Schreibstil und Storyverlauf

Dieser Roman ist auf der einen Seite wie die meisten Romane der Autorin. Sehr bildgewaltig, dicht, atmosphärisch und düster. Es bleibt einem die Sprache weg, man hat Mühe zu atmen und ich auch Probleme zu schlafen und das Gelesene aus dem Kopf zu bekommen.
Natürlich bedient sich Antonia Michaelis gewohnt der Methode mit uns zu spielen. So verschwimmt Realität mit diffusen Träumen, aber mir fiel es hier viel leichter zwischen dem einen und dem anderen zu unterscheiden. So fühlte sich die finstere, brutale und grausame Realität, die November erlebt so real an, dass ich mich ertappte am liebsten die Augen zu machen zu wollen.
Die Handlung ist mir schwer auf den Magen geschlagen, schwerer als in den anderen Büchern und irgendwie konnte ich mich dadurch auch nicht richtig auf die Geschichte oder vor allen November einlassen. Sie blieb mir bis zum Schluss fremd und so konnte mich dieses Buch nicht so sehr abholen, wie andere Bücher der Autorin. Vielleicht lag es daran, dass ich für diesen Roman doch zu „sanft“ bin und er mir eine Spur zu „brutal“ war.




Die Charaktere und ihre Entwicklung


November ist die Hauptfigur. Neben ihr gibt es aber noch die Sicht einer weiteren Figur, die man am Anfang nicht namentlich kennt und erst sehr viel später erfährt man, wer der Mann ist, der uns hin und wieder Einblicke in seine Sicht der Welt schenkt.

November und ihre Katze, ihre treue Begleiterin, ist auf der einen Seite hartnäckig, entschlossen, zäh und trotzig. Auf der anderen Seite einfach nur einsam, verletzlich und verloren. Diese Mischung aus Unschuld und Kompromisslosigkeit haben mich besonders bewegt und das, was ihr widerfährt auch teilweise so unerträglich gemacht. Es war schwer zu lesen, wie sie kämpft, wie sie sich selbst nicht sieht, wie sie sich selbst zerstört und es nicht einmal merkt.




Fazit

Ein typischer Roman von Antonia Michaelis und doch wieder nicht. Nah an der Realität, die sich hier auch durch die „märchenhaften Elemente“ stiehlt. So finster, düster und verregnet wie ein stürmischer Herbsttag und für mich kam die Sonne leider zu selten durch und vielleicht auch zu spät. Eine schwere Kost, bewegend und berührend, lesenswert sicher. Aber nichts für schwache Nerven oder schnelle Lektüre.      

1 Kommentar:

  1. Hi Lilly!

    Das ist eins meiner Lieblingsbücher und es freut mich, dass es dir auch so gut gefallen hat! Das ist auf jeden Fall keine Geschichte, die man einfach so schnell wegsteckt, die Themen, die die Autorin anspricht, gehen einem oft sehr ans Herz ♥

    Liebste Grüße, Aleshanee

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