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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Rezension: Libellen im Kopf





"Libellen im Kopf" - von Gavin Extence


Sprache: deutsch
Genre: Roman

Reihe: Nein

Band: /

 




Meine Bewertung:







Das Cover

Das Cover packt mich auf seine schlichte Art genauso wie schon damals „Alex Woods“. Es hat irgendwie etwas Schönes, Ruhiges und doch ist es ansprechend genug und durch die Farbwahl auch auffällig genug.




Kurze Inhaltsbeschreibung

Abby ist eine scheinbar gewöhnliche, junge Frau, die in einer intakten, glücklichen Beziehung lebt und ihrem Traumjob als freie Journalistin nachgeht. Doch als sie eines Abends über die Leiche ihres Nachbarn stolpert, dabei wollte sie sich nur Tomaten ausleihen, verändert sich plötzlich alles. Oder gar nicht plötzlich, wie wir später erfahren werden, denn Simons Tod ist nur der Anfang von etwas, das Abby schon sehr lange begleitet …



 
Schreibstil und Storyverlauf

Ich war bereits in Gavin Extences Debutroman von seinem Schreibstil hin und weg. Genauso erging es mir diesmal. Zwar ist Abbys Geschichte weniger humorvoll und weniger derb, aber genauso bildreich, gefühlvoll geschrieben. Der Schreibstil ist nicht blumig, aber sehr atmosphärisch und unglaublich lebendig. Ich liebe es.
Die Geschichte selbst bleibt lange geheimnisvoll bis man als Leser erfährt, was Abbys Problem ist und danach klärt sich alles auf, weil man versteht, weshalb es so lange nicht greifbar war. Genial! Und zudem so berührend und interessant. Ohne schön zu malen, ohne um Mitleid zu heischen. Ich bin sehr beeindruckend wie der Autor ein Thema aufgegriffen hat, was so viele Menschen heutzutage betrifft, wissend und unwissend; auf der einen oder anderen Seite stehend. Einfach ein Buch was gelesen werden sollte!


 
Die Charaktere und ihre Entwicklung

Abby ist sicherlich nicht die typische Protagonistin eines Romans. Das war Alex auch nicht. Dahingehend bleibt der Autor sich treu. Abby wirkt wie eine reale Person, die man jederzeit so auf der Straße treffen könnte. Ebenso wie ihre Geschichte nicht weit hergeholt wirkt, sondern sehr realistisch.
Abby ist weder zwingend sympathisch, noch ist sie eine Person mit der man Mitleid empfindet. Man bleibt skeptisch, ein wenig distanziert und irgendwie außen vor, bis man zu verstehen beginnt. Und dann war ich einfach nur von Respekt erfüllt und hatte das Gefühl ihr sehr nahe gekommen zu sein. Ein tolles Erlebnis und eine wunderbare Protagonistin mit ganz anderem Charme, als man sie immer und immer wieder antrifft.


 
Fazit

Ein Buch, dass man sicher nicht mal eben so weglesen kann. Ein Buch, dessen Geschichte real greifbar ist und die eine Thematik behandelt, die jedem geläufig ist, ohne sie wirklich zu kennen. Denn viel zu oft wird sie in unserer Gesellschaft klein geredet, missachtet oder missbraucht von Menschen, die die Krankheit vorschieben und damit all jenen schaden, die wirklich darunter leiden. Daher empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Jeder sollte mal ein paar Tage mit Abby verbringen und sich erden und öffnen für sich selbst und seine Mitmenschen.      

1 Kommentar:

  1. Liebe Lilly

    Ich freue mich sooooo sehr, dass dich "Libellen im Kopf" überzeugen und begeistern konnte. Ich habe das Buch damals auch total geliebt und ich finde, dass du in deiner grandiosen Rezension genau auf den Punkt gebracht hast, was dieses Buch ausmacht: dieses Gefühl des Respekts gegenüber der Protagonistin und die Annäherung an sie, ohne je zu werten.
    Fantastisch beschrieben!!!

    Alles Liebe dir
    Livia

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