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Donnerstag, 12. Januar 2017

Rezension: Die Worte der weißen Königin






"Die Worte der weissen Königin" - von Antonia Michaelis

Sprache: deutsch
Genre: Roman
Reihe: Nein
Band: /








Meine Bewertung:








Das Cover

Das Cover ist für mich schon fast ein „typisches“ Antonia Michaelis Cover. Irgendwie strahlen ihre Bücher etwas Bedrohliches und gleichzeitig Hoffnungsvolles aus. Irgendwie wirken sie dunkel und finster und doch ist da so etwas wie Licht, was man sich wünscht zu entdecken und bei dem man nie richtig weiß, ob man es sich nur herbeiwünscht und daher einbildet, oder ob es wirklich da ist. Deswegen machen mich ihre Bücher schon bei Betrachten des Covers neugierig, wenn ich weiß, dass sie das Buch geschrieben hat.


 

Kurze Inhaltsbeschreibung

Lion hat ein schweres Leben an der kargen Ostseeküste. Doch es könnte alles gar nicht so schlimm sein, denn da sind die Seeadler die er liebt und die alte Frau, die weiße Königin, die ihm vorliest. Die ihm Worte schenkt, die ihm wiederum Kraft und Hoffnung geben. Ja, das Leben wäre hart, aber gar nicht so schlimm, wenn sein Vater sich nicht immer öfter in den „schwarzen König“ verwandeln würde.


 

Schreibstil und Storyverlauf

Zum Schreibstil von Antonia Michaelis schreibe ich nicht mehr viel. Lest eine meiner Rezensionen ihrer anderen Bücher, die ich gelesen habe und ich versichere euch, dass ihr in diesem Buch „nichts anderes“ zu erwarten braucht. Es ist einfach grandios, wie sie die Geschichten erzählt, wie sie ein Netz spinnt, das mich als Leser einfängt und sowohl die Kraft hat, mich hinabzuziehen, als auch in den Himmel zu schleudern.

Die Geschichte von Lion ist erneut eine Mischung aus „Märchen“ und „Realität“. Alles verschwimmt, ist miteinander verbunden und für mich war es gar nicht immer leicht das eine vom anderen zu unterscheiden. Aber ich glaube fast, dass das Absicht war.

Schmerz, Mitleid, Hilflosigkeit und Trauer haben sich abgewechselt beim Lesen und mich über das gesamte Buch hinweg begleitet. Es ist keine leichte Lektüre, aber wer erwartet das bei diesem Buch, bei dieser Autorin schon? Ich nicht.
Doch es ging nicht nur um negative Gefühle, vor denen wir Leser – und auch ich – gerne fliehen. Schließlich reicht es, wenn dir einem im Alltag verfolgen. In der Geschichte liegen Tränen und Lachen, Schmerz und Freude, Mitleid und Bewunderung, Hilflosigkeit und Mut, Trauer und Hoffnung so nah beieinander, dass mich das Buch keineswegs runtergezogen hätte. Es hat mir gezeigt, wie stark die Kraft der Worte ist, wie mutig Kinder sind, wie weit uns Glaube, Wille und Hoffnung bringen kann. Es ist ein schönes Buch, auch wenn das Thema traurig ist. Und so muss es sein. Denn so ist auch das Leben: schön, selbst wenn es manchmal traurig ist.


 

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Im Buch gibt es ein paar wichtige Figuren. Natürlich Lion, die Hauptfigur. Er ist etwas Außergewöhnliches, Besonderes und ich möchte nicht viel verraten, da seine Geschichte eine ist, die er euch selbst erzählen sollte.

Dann gibt es noch den Vater, der manchmal ein Vater ist, wie er sein sollte, der aber irgendwann die Hoffnung verliert und damit den Kampf gegen die Schwierigkeiten des Lebens und danach zum „schwarzen König“ wird.

Die „weiße Königin“ ist wichtig für Lion, selbst wenn sie keine „aktive Figur“ ist. Ihr Geheimnis müsst ihr wie ich damals selbst ergründen.

Und natürlich spielen auch die Seeadler eine ganz besondere Rolle.

 

Fazit

Wieder mal ein beeindruckendes Buch von Antonia Michaelis. Ein Buch das zeigt, welche Kraft Worte schenken können. Was Hoffnung mit uns anstellt und auch, was passiert, wenn wir eben die verlieren und damit uns selbst. Eine Geschichte, die man nicht zwischendurch lesen sollte. Sondern für die man sich bewusst Zeit nehmen sollte. Sie ist es wert.     

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