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Montag, 2. Mai 2016

Rezension: Devil's River









"Devil's River" - von Thomas Thiemeyer

Sprache: deutsch
Genre: Thriller
Reihe: Nein

 



Meine Bewertung:







Das Cover

Das Cover ist toll gemacht. Mir gefällt vor allem die harmonische Farbgebung. Es wirkt düster, aber auch geheimnisvoll. Das Bild vermittelt etwas Mystisches und da wir es damit auch in der Geschichte zu tun bekommen, passt es natürlich sehr gut zum Inhalt des Buches. Den Titel finde ich ebenfalls super. Obwohl er nicht gerade kurz ist, prägt er sich ein und bleibt im Kopf.


 

Kurze Inhaltsbeschreibung

Eve findet nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter ein altes Buch. Dort hat sie einen Teil der längst vergangenen Familiengeschichte aufbewahrt. Diese Geschichte liest sich wie ein spannender Roman, doch wie viel Wahrheit verbirgt sich in dem was, Eve da liest und welche Lehren kann sie für ihr eigenes Leben aus dem ziehen, was der jungen River damals geschehen ist?

River ist eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe. Sie muss mit ansehen, wie ihr ganzes Dorf zerstört wird. Doch diese Tat wurde nicht von Weißen oder anderen Indianern begangen. Die grausam zugerichteten Opfer erwecken eine Legende zum Leben, die River für eine Geschichte hielt. Um die Wahrheit herauszufinden und ihre Leute zu rächen, muss sie sich mit einem Mann verbünden, dessen Seele selbst so finster ist wie das, was River jagt. Nathan Blake ein gesuchter Mörder ist ihre einzige Hoffnung …

 

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Thomas Thiemeyer ist flüssig zu lesen und äußerst angenehm. Ich mag es sehr, wie er die Spannung erhöht und langsam aufbaut, so dass sie einen fast aus dem Hinterhalt heraus packt und dann nicht mehr loslässt. Schön verwoben wird die spannende und actionreiche Grundstory mit Mythen, Legenden, dem „Übersinnlichen“ Flair, der die Welt der Indianer oder überhaupt jener Zeit bestimmt hat. So bekam der Thriller wie gewohnt den Anstrich eines Abenteuerromans mit interessantem Geschichtsexkurs in eine Zeit, die ich selbst sehr interessant finde und die mich durch die gesamte Geschichte des Buches zu fesseln vermochte. Toll umgesetzt!
Einzig und allein auf den letzten 200 oder 250 Seiten vermittelte sich mir der Eindruck, es musste gekürzt werden. Gerade beim Ende stieß ich auf „Sprünge“ in der Handlung, die es mir etwas schwer machten, der Handlung zu folgen und überhaupt war mir der Bogen zur Gegenwart zu schnell geschlagen und „Eves“ Ende leider zu kurz gehalten.


 

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Im Buch lernen wir viele verschiedene Figuren kennen und die Geschichte wird aus verschiedenen Figuren heraus beleuchtet.

In der Gegenwart bleiben wir bei Eve und ihre Geschichte bleibt eine „reine“ Rahmenhandlung. Ich bin nicht sicher, ob es die gebraucht hat. Aufgrund des abrupten Endes, war sie für mich eher „uninteressant“ und mir hätte Rivers Geschichte allein wohl gereicht.

River ist die Hauptfigur der eigentlichen Handlung die 1878 spielt. Sie wächst bei den Ojibwe auf, obwohl sie keine Indianerin ist. Sie wurde von der Kräuterfrau des Stammes großgezogen und nachdem diese starb, hat River ihren Platz eingenommen. Sie kennt sich gut mit ihrem Handwerk aus, kann zupacken, ist mutig, scheut keine hitzige Diskussion und hat auf jeden Fall ihren eigenen Kopf.

Dann wäre da noch Nathan Blake, der gesuchte Mörder. Seine Geschichte ist sehr düster und natürlich gibt es Gründe dafür, dass er geworden ist, was er ist. Diese werden erst sehr spät im Buch beleuchtet und geben der Figur eine ganz neue Seite. Mich hat Nathan Blake fasziniert, und das ohne dass er mir wirklich sympathisch war.

Drum herum gibt es noch die Gruppe Gesetzeshüter, rund um Sheriff Tanner und den jungen Assistent Scott, die Nathan jagen. Die Gruppe sorgte immer für Action, ein bisschen Auflockerung und ich fand die unterschiedlichen Charaktere sehr gut getroffen und gezeichnet. Vor allem der junge Scott war irgendwie sympathisch und ich fand es beinah schade, dass das Buch nicht noch ein wenig mehr, auf das „danach“ eingegangen ist.

 

Fazit

Dieser Thriller ist ein „typischer“ Thomas Thiemeyer. (Für mich.)
Wer nur auf Logik aus ist und das „Erklärbare“ in einem Thriller sucht und wünscht, wird hier nicht fündig und damit glücklich werden. Wer aber offen für mehr ist und den Hauch von Mystik und Abenteuer in einem Thriller gern hat; und bereit ist sich auf die Zeit 1878 einzulassen, der wird einen sehr spannenden, gut erzählten, fundiert recherchierten Roman bekommen, der mich bis auf das leider zu knapp gehaltene Ende voll überzeugt hat.   

1 Kommentar:

  1. Her Lilly,

    ich freue mich gerade deinen Blog entdeckt zu haben, denn mein Lieblingsgenre finde ich hier auch. Deine Rezension ist sehr schön aussagekräftig, vor allem dein Fazit hilft gut, sich für oder gegen diesen Thriller zu entscheiden.

    Gern bleibe ich als Leserin deines Blogs da und genieße deine Beiträge.

    Herzliche Grüße

    Nisnis

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