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Montag, 18. Januar 2016

Rezension: Schimmert die Nacht von Maggie Stiefvater




"Schimmert die Nacht" - von Maggie Stiefvater.

Sprache: deutsch
Genre: Fantasy Jugendbuch
Reihe: Spin-off. Nachfolger der "Nach dem Sommer / Ruht das Licht / In deinen Augen" Trilogie. An sich ein Einzelband.
Band: 4



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Meine Bewertung:






Das Cover

Das Cover ist für meinen Geschmack nicht so einzigartig und wunderschön wie die in sich geschlossene Trilogie: „Nach dem Sommer / Ruht das Licht / In deinen Augen“. Aber es ist dennoch für sich genommen wunderschön. Ich liebe die Farbgebung, die natürlich perfekt für die weibliche Leserschaft konzipiert wurde. Die lila und rosa Töne harmonieren wunderbar zusammen und geben dem Buch einen edlen Schimmer. Auch das Bild an sich ergibt einen schönen Wiedererkennungswert, allerdings erst, wenn man das Buch gelesen hat. Den Titel finde ich wieder super.


 

Kurze Inhaltsbeschreibung

Isabel Culpepper, die Freundin von Sam und Grace lebt nun in L.A. Ihre Eltern befinden sich mitten in der Scheidung und Isabel geht damit wie immer um. Ihre Geheimwaffe ihre stählerne Mauer, die sie um ihr Herz gezogen hat und ihr bissiger Humor mit dem sie jeden um sich herum von ihr fern hält. Viel Gefahr für ihr Herz gibt es auch nicht, denn Cole ist ja aus ihrem Leben verschwunden und meistens ist Isabel überzeugt, dass das gut so ist. Bis er dann eines Tages in dem Laden steht, indem sie arbeitet und erklärt, dass er zurück ist. Zurück in L.A. Zurück in Isabels Leben. Doch warum? Ist Cole zurück, weil er den Ruhm vermisst hat und seine große Chance wittert für ein Comeback als gefeierter Musiker? Oder ist Cole tatsächlich wegen jemandem wie Isabel in L.A., die sich doch vorgenommen hat, gerade Cole St. Clair nicht mehr in ihr Leben oder gar in ihr Herz zu lassen.

 

Schreibstil und Storyverlauf

Es gibt gute Bücher, tolle Bücher, außergewöhnliche Bücher und einzigartige Bücher. Und dann gibt es Bücher, die treffen einen mitten ins Herz, berühren was in einem und lösen was aus, was man nur schwer in Worte fassen kann, was einen aber auch dann nicht loslässt, wenn man das Buch längst zugeklappt hat. So geht es mir mit „Schimmert die Nacht“. Ich brauch es nur anzusehen und habe ein Lächeln im Gesicht. Ich kann nur schwer erklären, was das Buch in mir ausgelöst hat, oder was die Geschichte von Isabel und Cole mit mir angestellt haben, aber was ich sagen kann: Es war vom ersten Wort bis zum letzten Wort ein Herzensbuch für mich. Immer genau da und hat sich mit keinem Kapitel, mit keiner Seite, nicht mit einem Wort, nicht mal mit einem Punkt oder Komma vom Fleck bewegt. Im Gegenteil, es hat sich immer mehr darin verhakt und ist nun nicht mehr da wegzudenken.
Der Schreibstil brilliert durch seine warme Erzählart, die wundervollen Worte und Gefühlsdichte, er brilliert durch einen wunderbaren „Cole St. Clair und Isabel Culpepper“ Humor, der wenn er aufeinander trifft einzigartig ist. Die Geschichte selbst mag hier und da nicht mehr sein, als eine Liebesgeschichte. Zwei junge Menschen, verloren und einsam von Schicksal, dass das Leben ihnen bisher auferlegt hat, gebeutelt und ziemlich hilflos. Die beiden befinden sich auf der Suche nach sich selbst, stolpern immer wieder übereinander, können einander nicht loslassen und finden im anderen etwas. Nur die Frage ist was? Einen Gleichgesinnten? Einen Freund? Die große Liebe? Sich selbst?
Möglicherweise ja von allem etwas. Lest es am besten selbst, um die Frage zu beantworten und erwartet mehr als nur ein Rockstarbuch, denn auch wenn Cole St. Clair ein Rockstar wie kein Zweiter ist, so ist dieses Buch doch so viel mehr als das.


 

Die Charaktere und ihre Entwicklung


Isabel und Cole gehörten bereits in der Wolfstrilogie von Maggie Steifvater zu meinen liebsten Nebenfiguren. Beide Figuren hatten interessante Einzelschicksale und starke Persönlickeiten, die gut ausgearbeitet und dargestellt wurden. Ihre gemeinsame Geschichte spielte ebenfalls eine große Rolle und mit dem Ende der Trilogie hatte ich immer das Gefühl, das kann doch nicht alles gewesen sein.

War es auch nicht. Maggie bringt uns zurück zu Isabel und Cole und schenkt auch ihnen die Möglichkeit eines wahren Endes für ihre Geschichte. Ein Einzelband, der sich nicht nur für begeisterte Fans lohnt.

Isabel lernen wir wie gewohnt als stark, direkt, ironisch und teils frostige Person kennen, die mit allen Mitteln versucht ihr Herz zu schützen. Sie denkt unglaublich ernsthaft über viele Themen nach und das hat mir gut gefallen. Mögen ihre Handlungen überzogen, klischeehaft oder vorhersehbar wirken, so hatten sie für mich immer eine fundierte emotionale Grundlage und ich war beeindruck von ihrer Wandlung und der Kraft, die sie aufbringt, diesen Schritt zu wagen.

Cole ist natürlich ein sehr charmanter Kerl. Das wussten wir auch vorher schon. Hier erleben wir ihn teils auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, teils auf der Flucht vor dem Menschen, der er sein könnte. Eben daher wird auch das Thema Sucht angesprochen und gewinnt bei Cole eine große Rolle. Seine Gedanken sind demnach sehr erst und da kommt es dem Leser zugute, dass Cole seinen Humor als Waffe einsetzt und seine Gedanken einen so immer zum Schmunzeln bewegen, obgleich sie doch einen sehr ernsten und nachdenklichen Unterton haben. Für ein Jugendbuch genau die richtige Mischung.

Wir treffen auf ein Duo, das zusammen Dynamit versprüht, flotte Sprüche klopft, die Bauchmuskeln trainiert, aber dennoch nicht nur das Herz höher schlagen lässt mit all den romantischen Gefühlen, sondern auch ernste Töne hervorbringt, die selbst junge Erwachsene zum Nachdenken anregt. Ich vermute, dass die beiden sich nicht nur ins Herz der Erwachsenen oder der Fans zu verankern wissen, sondern auch gerade bei jungen Erwachsenen auf Verständnis und Wiedererkennen treffen werden.


 

Fazit

Ein Buch, wie für mich geschrieben. Vom Humor habe ich Bauchschmerzen und immer gute Laune bekommen. Die Gefühlswelt war dicht, ehrlich, rein und mitten ins Herz. Von der ersten Zeile bis zum letzten Wort war ich gefangen in Isabels und Coles Welt, wollte nicht wieder daraus hervorkommen und konnte das Buch während des Lesens kaum aus der Hand nehmen. Ein Pageturner der anderen Art und für mich absolut perfekt. Mein Jahreshighlight 2015 und das völlig unerwartet.   

Kommentare:

  1. Ich schließe mich dir voll an, liebe Lilly. Maggies Bücher sind so wunderbar und Isabel & Cole rockten hier richtig. Obwohl ich mir denken kann, dass es für Nicht-Kenner der Nach dem Sommer-Trilogie ein etwas "schwieriges" Buch sein könnte. Aber es war so sarkastisch-humorvoll und kribbelig. Einfach toll!
    Grüße dich lieb,
    Damaris

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  2. Halli hallo

    Schön dass es dir so gut gefallen hat.
    Meins war es leider gar nicht, wahrscheinlich weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte.
    Mir gefiel das Setting nicht, die wenigen Fantasy Elemente und dass es dann halt doch eher so ein Young Adult Buch war.
    Der Schreibstil war aber wie immer einzigartig <3

    Liebe Grüsse
    Bea

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  3. Huhu,

    hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich bis dato nur "nach dem Sommer" gelesen habe.

    LG..Karin...

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