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Montag, 12. Oktober 2015

Rezension: Dreamer's Pool


"Dreamer's Pool" - A Blackthorn and Grim Novel [Band 1] - von Juliet Marillier.

Sprache: englisch
Übersetzung: nein
Genre: Fantasy
Reihe: Ja - 1. Band


Fortsetzung: "Tower of Thorns" - A Blackthorn and Grim Novel [Band 2] - erscheint am: 03.11.2015



Meine Bewertung:




Das Cover

In das Cover habe ich mich vom ersten Moment an verliebt. Für mich gehört es zu den eher klassischen Fantasyromancovern und genau das gefällt mir so gut. Das Bild wirkt zugleich ein wenig romantisch verspielt, sowie düster und magisch. Und irgendwie trifft das den Kern der Geschichte, die romantisch ist, magisch, düster und spannend. Für mich ein gelungenes und vor allem wunderschönes Cover. Allerdings bin ich auf die Haare und die Frisur neidisch.




Kurze Inhaltsbeschreibung

Blackthorn ist eine Frau, die im Leben scheinbar alles verloren hat. Ihren Stolz und ihre Würde haben sie ihr nach einem Jahr Gefängnis gebrochen und dennoch tobt in ihr immer noch ein Funke Lebenswillen. Sie klammert sich an ihre Selbstachtung und an ihren Überlebenswillen. Blackthorn weiß, dass sie unschuldig ist und hofft bei der Anhörung die anderen Clanchiefs zu überzeugen. Doch dazu soll es nicht kommen. Sie hat sich mit dem mächtigen Mathuin of Laois angelegt und der will sie noch vor der Anhörung umbringen lassen.
Da kommt von unerwarteter Seite Hilfe. Obwohl man sich nicht mit den Feen einlassen soll, stimmt Blackthorn dem angebotenen Handel von Conmael zu. Mit der Magie der Feen bewahrt er sie vor dem Tod und Blackthorn und ihr Mitgefangener Grim können fliehen.
Ihre Mission führt sie nach Silverlake. Dort soll Blackthorn ihre Tätigkeit als Heilerin wieder aufnehmen und sieben Jahre darf sie niemanden die Hilfe verweigern und diesen Ort verlassen. Blackthorn und Grim ahnen, dass Conmael etwas vorhat. Einen Plan. Aber sie wissen nicht, was es ist. Es hat jedoch mit den Bewohnern von Silverlake zu tun, ihrem jungen Herrn Orran, der in die bezaubernde Flidais verliebt ist und das junge Mädchen heiraten möchte. Doch irgendwas stimmt mit Flidais nicht und niemand scheint es zu bemerken. Orrans einzige Chance sind Blackthorn und Grim …



Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil ist gewohnt wunderschön. Juliet Marillier weiß einfach, wie man eine Geschichte erzählt. Die Magie Irlands, der Feen, der Geschichte und die unglaubliche Kraft der starken Charaktere, die sie mit so viel Liebe erschafft, ziehen einen in die Seiten und machen es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Das englisch ist für einen Leser, der englische Bücher gerne liest, sehr gut zu verstehen und die Geschichte bietet einen roten Faden, dem man gut folgen kann. Vielleicht sind ein paar Wendungen vorhersehbar, aber ich war dennoch verzaubert von den Figuren, ihrer Entwicklung und der Magie und Stärke der Geschichte, die wichtige Themen wie Vorurteile, Freundschaft, Ehrlichkeit anspricht und auch das Thema Gewalt an Frauen zur Sprache bricht und wie schwierig ist für solche Gewaltopfer sich daraus zu befreien und Hilfe zu bekommen. Eine großartige Geschichte, in sich abgeschlossen und fast schon ein bisschen Fantasykrimi. Auf jeden Fall möchte man unbedingt mehr von den beiden Figuren und freut sich schon jetzt auf kommende Abenteuer.




Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die Figuren sind unglaublich präsent, schlüssig und so unglaublich liebenswert. Wer schon Bücher der Autorin gelesen hat, wird feststellen, dass sie ganz anders sind als die „Sevenwaters“ Figuren. Blackthorn und Grim haben viel erlebt, nicht unbedingt viel Gutes.

Blackthorn scheint zunächst gebrochen. Menschenscheu, erfüllt von Rache, abweisend und beinah gleichgültig. Doch je besser man sie kennenlernt, umso mehr sieht man die Frau durchschimmern, die sie früher gewesen sein muss. Man sieht sie mit Grims Augen und weiß, wieso er sie trotz all dem, was passiert ist in einem dreckigen Gefängnisloch als „Lady“ bezeichnet und ihr diesen Spitznamen gibt, statt eines Schimpfnamens, mit dem die Gefangenen sich sonst betiteln.

Grim ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren. Er ist anders. Vor allem rein äußerlich ist er ungewöhnlich und alles andere als der typische männliche Buchcharakter. Er ist was ganz Besonderes und das spürt man vom ersten Moment an. Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie der Charakter sich treu bleibt und es der Autorin gelingt seinen Charakter glaubwürdig und authentisch bis zum Ende des Buches durchzuschreiben.

Orran war ebenfalls eine sehr sympathische Figur. Verträumt und ein wenig naiv vielleicht, aber seine Entwicklung war toll und es hat Spaß gemacht, wie er versucht an allem festzuhalten, woran er glaubt und sich tatsächlich zu dem Mann entwickelt, den sein bester Freund bereits in ihm gesehen hat und den er glaubte zu verlieren.





Fazit

Ein spannendes, magisches und unglaublich gutes Buch. Anders als ihre Sevenwaters Bücher und doch zieht einen die gewohnte Sogkraft in die Seiten. Der Schreibstil entführt in alte Zeiten, fremde Welten und spricht dennoch so viel Wahres und Ehrliches an, dass das Buch dennoch ganz tief berührt und es bald gar nicht nur um die Spannung, das Feenvolk oder dergleichen geht. Mich konnte der Reihenbeginn begeistern und ich freue mich auf mehr von Blackthorn und Grim.  

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