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Mittwoch, 22. Juli 2015

Rezension: Blessed




Blessed Für dich will ich leben von Susanna Ernst

Leseempfehlung für: Jugendbuchleser, die gerne romantische, emotionale und tiefgehende Geschichten lesen und nichts dagegen haben, sich in eine Buchfigur zu verlieben.
Für Leser ab: 16 Jahre







Das Cover

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich finde die weibliche Figur nicht ganz so passend, aber das macht ‚Noah’ ganz gut weg, denn ich unheimlich gut getroffen finde. Die Farben hätten noch ein bisschen mehr leuchten dürfen, aber das sind alles Kleinigkeiten. Das Cover ist etwas Besonderes und gefällt mir wirklich gut. Ganz davon weg, das ich den Titel sehr mag.




Kurze Inhaltsbeschreibung

Emily zieht mit ihrer Familie von England nach Amerika. Sie ist die typische Außenseiterin und es fällt ihr zunächst schwer Anschluss zu finden. Als die Schule nach den Ferien wieder beginnt, kehren drei Mitschüler an die Schule zurück, die für längere Zeit in Frankreich gewesen sind. Die Zwillinge Adrian und Lucy sind überall beliebt und machen auf Emily einen sehr netten Eindruck. Sie scheinen etwas Besonderes zu sein, aber nicht so besonders wie ihr Bruder Noah. Vor dem scheint sich die gesamte Schule, inklusive der Lehrer jedoch zu fürchten und alle ignorieren den bildhübschen Jungen, von dem Emily nicht die Augen lassen kann. Irgendwas ist da in Noahs Augen und seiner Art, das so geheimnisvoll ist, das Emily ihn unbedingt näher kennenlernen möchte. Doch wird Noah das zulassen?




Schreibstil und Storyverlauf

Ich habe bisher jedes Buch von Susannah Ernst geliebt. Immer wenn ich ein neues Buch von ihr aufschlage, freue ich mich bereits und habe dieses wohlig zufrieden Gefühl im Herz. Allerdings steigt natürlich auch die Erwartungshaltung. Nicht, das ich das beabsichtigte, aber es passiert einfach automatisch. Für mich steht Susanne Ernst für sehr einfühlsame, emotionale Geschichten mit dem gewissen Hauch an Übersinnlichkeit, der die Geschichten zu etwas ganz Außergewöhnlichem werden lässt. Ich hatte sehr gehofft, dass es bei Blessed auch so sein würde und bin nicht enttäuscht worden.
Die Geschichte um Emily und Noah ist wieder sehr einfühlsam und mit wunderschönen Worten erzählt. Man spürt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Die Figuren sind jünger, ihre Gedankenwelt eine ganz andere und auch die Probleme mit denen sie sich beschäftigen. Aber das war erfrischend und hat mir gut gefallen. Zwar war für mich schnell klar, wo das ganze hin will, aber die Spannung der Geschichte lag für mich nicht unbedingt in einem rasanten Showdown, sondern der Entwicklung der vielen tollen Figuren und die war einfach nur großartig und hat mich absolut begeistern können.




Die Charaktere und ihre Entwicklung

Susanna kann einfach Figuren. Ich mochte sie alle!!! Okay, Emilys Bruder kam echt schlecht weg und da habe ich mir ja fast gewünscht, das er noch etwas besser beleuchtet wird und man ihn doch ein wenig näher kennenlernt. Es ist zwar eine typische Geschwisterbeziehung, aber manchmal wirkte Jay aus Emilys Sicht echt ein wenig dumm und gemein. Zum Glück änderte sich das bis zum Ende dann doch noch.

Emily selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte sie sehr gerne. Sie denkt viel nach, nimmt ihre Umwelt sehr bewusst war und ist auf ihre Art sehr selbstbewusst. Sie hilft anderen, steht für andere ein und man muss sie einfach lieb gewinnen.
Sie verliebt sich sehr schnell in Noah und allgemein geht das recht fix, aber auf der anderen Seite passt es zu Jugendlichen und die Geschichte verläuft danach sehr ernst und langsam, so dass sich die Gefühle über einen längeren Zeitraum intensivieren und vertiefen. Das wirkte sehr glaubhaft und war zudem einfach romantisch und schön zu lesen.

Noah ist eine der sympathischsten Buchfiguren überhaupt. Er ist alles andere als perfekt und hat viele komplexe, Schwierigkeiten und eine Vergangenheit, die nicht unbedingt rosarot ist. Aber wie gezeichnet er durch diese Dinge ist und wie er mit seiner Vergangenheit umgeht, hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil man es bei Noah nicht mit einem der üblichen Bad Boys zu tun hat, wie man sie in einer Million anderer Jugendbücher findet.

Besonders sympathisch waren mir aber auch die Nebenfiguren, allen voran Adrian. Von ihm und Emilys bester Freundin hätte ich gerne noch mehr gelesen, muss ich gestehen. Die beiden waren so süß und kamen doch beinahe zu kurz in all der Dramatik und dem Gefühlschaos.





Fazit

Ein besonderer Jugendroman, der durch emotionale Tiefe, wunderschöne Sprache und ganz bezaubernde, authentische Figuren besticht. Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte und Noah hat einen Platz in jedem Leserherz verdient.   

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