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Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension: Fear von Michael Grant





Fear [Band 5] von Michael Grant

Leseempfehlung für: Fans psychologisch basierter Jugendthriller mit Fantasyelementen. Spannend, rasant, schockierend, berührend. Eine Reihe mit absoluter Sogwirkung.
Für Leser ab: 17 Jahre
Sprache: Gut verständlich für Leser englischer Jugendbücher.
Die Reihe ist bereits vollständig auf deutsch erschienen.





Das Cover

Auch den fünften Band habe ich nur noch mit dem neuen Cover bekommen. Ich bin nach wie vor froh, dass sich am Format nichts geändert hat und die Bücher nebeneinander passen, allerdings sehen die neuen Cover schon ganz anders aus. Dieses hier passt thematisch gesehen super, auch wenn man das vorher nicht weiß. Mir gefällt es, dass die krassen, leuchtenden Farbwahlen eingehalten wurden. Im Band vier war es ein krasses grün, jetzt ein starkes Orange-gelb. Der Titel ist erneut ein Eyecatcher und trifft das Thema des Buches natürlich im Kern.




Kurze Inhaltsbeschreibung

Im vorletzten Band der Gone-Reihe bekommen die Jugendlichen es mit einer Form von Angst zu tun, die wir alle kennen und die für die Jugendlichen eine tödliche Katastrophe bedeutet.
Die Kuppel, die sie von der Außenwelt trennt, verändert sich. Bisher simulierte sie stets einen gewohnten Ablauf von Tag und Nacht. Doch jetzt wird die durchsichtige Kuppel fest.
Es beginnt mit unauffälligen schwarzen Stellen, aber diese breiten sich immer schneller aus und überziehen von überall die Barriere. Sam, Astrid, Dekka, Albert und Caine ahnen, wenn die Kuppel ganz in schwarz gehüllt ist, wird es kein Licht mehr geben. Die Jugendlichen wären nicht nur von der Welt abgeschnitten, sondern gefangen in absoluter Dunkelheit. Sie wissen, was das bedeutet: Angst, Panik und Tod.
Die Anführer Sam und Caine müssen trotz aller Differenzen zusammenhalten. Aber schaffen sie den Wettlauf gegen die Zeit? Gibt es überhaupt einen Weg die Veränderung aufzuhalten?

Während die Jugendlichen, um ihr Überleben kämpfen, ahnen sie nicht, dass außerhalb der Barriere das Militär einen nuklearen Angriff in Erwägung zieht, um die Kuppel ein für alle mal zu zerstören.



Schreibstil und Storyverlauf

Zum Schreibstil des Autors möchte ich nicht mehr so viel schreiben. Seit vier Bänden lobe und schwärme ich davon. Eigentlich könnte ich die ganze Rezension kurz halten und an dieser Stelle schreiben: Lest die Reihe, wenn ihr sie noch nicht kennt. Sie ist der absolute Wahnsinn!
Im Detail gesagt ist auch dieser Band hier eine spannende, absolut rasante Achterbahn der Gefühle gewesen. Nervenkitzel pur und erneut eine phänomenale Ausarbeitung psychischer Abläufe und eine unglaublich nahe Behandlung der verschiedenen Auswirkungen von Angst.
Der Autor verbindet hier erstmals klar die beiden Handlungsstränge innerhalb und außerhalb der Kuppel und gewährt der Geschichte so noch eine weitere spannende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.
Man spürt den Showdown nahen und auch wenn das Ende mir nicht ganz so gut gefallen hat, wie bei den Büchern davor, war das Buch alles in allem wieder ein absolutes Highlight. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und konnte überhaupt nicht aufhören zu lesen, weil das Buch mich so in die Geschichte gesogen hat.




Die Charaktere und ihre Entwicklung

In diesem Buch steht natürlich wieder Sam im Vordergrund. Seine Sicht ist präsent und endlich ist er mit sich im Reinen und hat einen Weg gefunden, seine Rolle zu akzeptieren und seiner Verantwortung gerecht zu werden, in dem Umfang, den er leisten kann. Sam will kein Held mehr sein, er will einfach nur noch tun, was richtig ist. Seine Entwicklung war toll zu lesen und ich hatte das Gefühl ihm in diesem Buch sehr gut verstehen zu können.

Astrid macht die krasseste Entwicklung im Buch durch. Sie hat sich sehr verändert, wie ich finde durchaus zum Positiven. Bei ihr habe ich nach wie vor den Eindruck, dass sie viel stärker ist, als sie nach Außen hin wirkt. Emotional ist sie jedoch nach den Geschehnissen aus Band 4 stark mitgenommen und das wirkt sich auf ihr Handeln und auch auf ihre Beziehung zu Sam aus. Die Kapitel mit ihr haben sehr viel Spaß gemacht, da ich der Figur endlich etwas näher kommen konnte.

Caine und Diana, die ebenfalls in diesem Buch eine ganz wichtige und große Rolle einnehmen, gehören von Anfang an zu meinen Lieblingsfiguren. Meine Liebe wurde auf eine harte Probe gestellt, denn die beiden Figuren gehen sprichwörtlich durch die Fayz-Hölle und ich habe furchtbar mit ihnen mitgelitten. Caine ist nach wie vor komplex, nicht besonders durchsichtig und sein Moralverständnis ist nicht das Beste, dennoch gehört er weiterhin zu meinen Lieblingsfiguren und es wird sehr spannend sein, zu sehen, wie er sich im Finale entwickelt. Caine ist eine Figur bei der man nie weiß, woran man ist. Er könnte zum Helden werden und ebenso zum Anti-Helden. Ich bin gespannt, was der Autor ihm zugedacht hat.
Mit Diana musste ich leider nur leiden und leiden und leiden. Ich wollte nicht, dass ihre Geschichte diese Entwicklung nimmt, aber der Autor ist unberechenbar und hat es genau so enden lassen, wie ich es nicht lesen wollte. Ich habe jetzt schon Angst weiterzulesen, aber weiß genau, dass ich trotzdem wissen muss, wie es ausgeht.

Die Nebenfiguren Quinn, Lana, Sanjit, Albert und Dekka, sowie auch Orc und Brianna sind ebenfalls erneut stark eingebunden und unheimlich greifbar für den Leser. Ganz zu schweigen von der Crew der ‚Bösewichte’. Drake/Bridney bekommt in diesem Buch sogar noch Zuwachs und ich bin nicht sicher, wen ich mehr hasse: Drake oder seine neue Freundin.




Fazit

Der fünfte Band ist genauso phänomenal, spannend, rasant und emotional wie die vier Vorgänger. Diese psychologisch genialen Jugendbuch-Thriller mit Fantasyelementen sind unheimlich lesenswert und haben für mich optimale Sogwirkung. Ich liebe den Autor und ich liebe diese Reihe.   

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