Begrüßungstext

Hallo ihr Lieben,
ich begrüße euch ganz herzlich in meiner gemütlichen, verspielten Bücherecke.
Viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Mitverfolgen.

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Donnerstag, 30. April 2015

Schreibkladde #13

Schreibkladde #13
[30.04.2015]

Hallo ihr Lieben, ich begrüße euch heute zu einer neuen Kategorie von Beiträgen auf meinem Blog. Und zwar die Schreibkladde.

Einige von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich nicht nur sehr gerne lese, blogge und Mama bin, sondern auch schreibe.
2015 möchte ich diese Leidenschaft zu etwas Professionellerem nutzen, als in meiner privaten Ecke zu sitzen und Geschichten zu erfinden und sie niederzuschreiben. Daher finde ich es eine gute und sinnvolle Idee, euch auf diese Weise an all den kommenden Projekten teilhaben zu lassen.
Ich hoffe, das stößt bei euch auf Zuspruch und Gefallen ♥

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Letzte Woche habe ich euch einen Einblick über die Geschichte hinter der Geschichte gegeben. Euch mitgenommen auf die Reise, die das Buch schon hinter sich hat, bis zu dem Punkt an dem es jetzt steht. Momentan befindet es sich immer noch in der Korrekturphase. Die Abgabe mit Mitte Mai rückt immer näher und ich hoffe momentan immer noch, sie einhalten zu können. Dann steht der Veröffentlichung Ende Mai nichts im Weg. Für diese Woche habe ich euch etwas mehr zum Inhalt des Buches versprochen.


Mila Brenners zweiter Roman - Talamadre Band 1 - Worum es geht.

Ich habe euch ja schon verraten, dass dieses Buch der Beginn einer Serie sein wird. In der Geschichte steckt diesmal im Gegensatz zu Märchenzauber 'echte' Magie. Es geht um magisch begabte Menschen, Dämonen, übersinnliche Phänomene und ist damit weniger in der Realität, denn im Bereich Paranormaler Romane oder Urban Fantasy Bücher anzusiedeln. Die Geschichte konzentriert sich im ersten Buch auf mysteriöse Augenblicke, Geheimnisse, viele Fragen und die Einführung und Vorstellung, der wichtigsten Figuren und damit des Ordens der Talamadre. Aufgrund der emotionalen Beziehungen und der daraus resultierenden Spannung, die immer wieder in den Fokus rückt, kann man dem Buch sicher nicht den Romance Touch absprechen.


Zu Beginn des Buches lernt der Leser Holly Martin kennen. Sie ist 25 Jahre alt und Archäologin, die sich auf den Bereich ägyptische Hieroglyphen spezialisiert hat. Im Prolog nimmt sie den Leser mit zu einer Ausgrabung in Ägypten.


Hier ein kleiner Auszug aus dem Prolog für euch ♥



So früh am Morgen vertrug Holly die holprige Fahrt zum Arbeitsplatz der letzten sechs Wochen nie. Der kleine Bus brachte ihre Kollegen und sie zu der Ausgrabungsstätte, die erst im vorigen Jahr entdeckt worden war. Sie lag eine halbe Busstunde von Abydos entfernt in der ägyptischen Wüste. Holly sah aus dem Fenster und hoffte sich auf diese Weise von der nagenden Übelkeit abzulenken. Sie musste versuchen ihr Frühstück bei sich zu behalten. Das Mittagessen bestand nur aus Obst und Wasser und erst heute Abend konnte sie wieder auf eine richtige Mahlzeit hoffen. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich bis auf die Knochen blamierte, wenn sie sich in der Gegenwart der anderen Forscher in diesem stickig engen Bus übergab.
„Alles okay?“, fragte Kate, die neben ihr saß.
„Geht schon.“
Kate war seit etwas mehr als fünf Jahren ihre beste Freundin. In Cambridge hatten sie sich im Studentenwohnheim ein Zimmer geteilt und waren schnell zu Freundinnen geworden.
„Soll ich dich ein bisschen ablenken?“, bot Kate fröhlich an.
„Ja, erzähl mir was. Irgendwas.“
Kate redete gern. Am liebsten den ganzen Tag. Holly ließ sie meistens reden, denn auch wenn sie der Tratsch über die anderen Kollegen nicht sonderlich interessierte, mochte sie Kates Stimme. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend.
Während sie Kate zuhörte, warf sie einen Blick über die Schulter. Die anderen Kollegen, die von den Universitäten aus Miami und Pittsburgh stammten, waren still. Einige schliefen. Ihr Ausgrabungsleiter, Professor Hill, unterhielt sich mit seinem Assistenten, Doktor Jones, dessen Namen sie für einen Archäologen passend fand. Obwohl er leider wenig Ähnlichkeit mit Harrison Ford hatte, sah sie von der Nickelbrille auf seiner Nase ab. Professor Hill und Dr. Jones waren ihre Vorgesetzten. Sie teilten die Teams in den Ausgrabungssektoren ein. Holly und Kate arbeiteten seit zwei Wochen an der Dokumentation der Wandfresken und Bemalung in einem der Nordtunnel. Während Kate lieber Artefakte in einem Sektor an der Oberfläche geborgen hätte, gefiel Holly die Arbeit in dem engen Tunnel. Sie hatte schon immer gern gezeichnet und das Abzeichnen der zuvor sorgsam konservierten Wandbilder hatte sie seit dem ersten Tag dieser Arbeit fasziniert. Da ließ sich sogar das Gefühl eingesperrt zu sein, ertragen.
Hollys Abende bestanden darin die Aufzeichnungen aus ihrem Journal zu entschlüsseln. Ihr Spezialgebiet in der Ägyptologie waren Hieroglyphen. Aus ihrer Familie hatte sie damit niemanden für sich gewinnen können. Nicht einmal ihren Vater, der als Geschichtsprofessor lehrte. Ihr fünf Jahre ältere Bruder Michael wurde nicht müde, sie damit aufzuziehen, wie sehr ihre in der Familie liegende Schönheit verschwendet war, weil sie nur mit toten Dingen zu tun hatte. Aber für Holly waren sie nicht tot. Für sie wurde Geschichte erst lebendig, wenn sie durch die Überreste lange vergangener Kulturen zu ihrer Arbeitsstätte ging. Das Gefühl tiefer Ehrfurcht mischte sich mit Neugier und dem Drang, Altes neu zu entdecken.
Nachdem sie ihre Ausrüstung abgeholt hatte und in den Gang kletterte, überkam sie ein wohliges Gefühl. So als sei sie verliebt … verliebt in ihre Arbeit. Es war Hollys erste, große Ausgrabung, an der sie beteiligt war. Und ja, sie war ein wenig besessen davon hier im Staub zu hocken und bei Kunstlicht Hieroglyphe für Hieroglyphe sauber und ordentlich zu katalogisieren. Ihre Arbeit würde Aufschluss über Einzelheiten zu diesem Grabfund geben. Aber das allein war es nicht, was sie motivierte. Holly redete mit niemandem darüber. Aber wenn sie lange genug an die Wände vor ihr sah, begannen sich die Götterbilder zu bewegen. Wahrscheinlich war es das Wüstenklima oder die fehlende Frischluft.
„Siehst du das hier. Das verstehe ich einfach nicht. Es ergibt keinen Sinn.“ Hollys Bleistiftspitze deutete auf ein kleines Symbol neben der aufwendig herausgearbeiteten Abbildung des Sonnengottes Ra. Sie wartete, bis Kate zu ihr kam und einen Blick darauf warf.
„Bedeutet bestimmt nichts.“ Kate schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht, weshalb ich studiert habe. Wir sitzen hier unten fest, während Hill und die anderen da oben die bedeutenden Funde einheimsen. Wir dagegen zeichnen, säubern und“, sie seufzte. „Die Kammer am Ende des Ganges ist leer. Das ist doch Arbeit für Studenten.“ Kate brachte Holly damit zum Lachen.
„Das sagst du nur, weil du hier unten deine Sonnenbräune verlierst.“
„Na und. Das ist doch mein gutes Recht. Was glaubst du, was Kenny davon halten wird?“ Kate lachte heiter.
„Kenny liebt dich, wie du bist. Ob nun sonnengebräunt oder blass wie ein Schneehuhn.“
„Hoffentlich vergisst er das nicht, solange ich hier bin.“ Kate schob ihre Hornbrille zurück und grinste sie frech an.
Holly hatte Kate nur bei ihrer Hochzeit mit Kenny vor etwas mehr als einem Jahr mit offenen Haaren und Kontaktlinsen gesehen. Kate war eine bildhübsche Braut gewesen. Aber das waren Bräute an ihren Hochzeitstagen immer. Für Kate war es der schönste Tag in ihrem Leben gewesen. Doch Holly hatte damals festgestellt, dass sie Hochzeit und Kinder nicht in ihrer Zukunft sah. Das hier war ihre Zukunft.
Die Stirn gerunzelt lenkte Holly wieder auf die Arbeit. „Was sagst du nun ernsthaft dazu?“
Kate hockte sich neben sie und Holly wartete auf ihr Urteil.
„Das ist schon seltsam. Siehst du die Ränder des Zeichens. Sie sind ganz glatt.“ Kate fuhr mit dem Finger darüber. Holly leuchtete mit der Taschenlampe das etwa vier Zentimeter große Zeichen an. Wenn sie es abstrahierte, sah es aus wie eine auf dem Kopf stehende Schlange.
„Es ist eingraviert, Kate. Die Wandbilder an diesem Teil des Ganges sind aber aufgetragen.“ Sie starrte auf die Schlange.
Kate stand auf und wendete sich kopfschüttelnd ab. „Du bist ein hoffnungsloser Fall. Weißt du, im ersten Semester habe ich ja noch versucht, dir ein paar süße Jungs vorzustellen. Aber jetzt wundert es mich nicht mehr, das du immer noch Single bist.“
Ihre Freundin meinte es nicht böse, Holly wusste das und hörte nicht mehr hin, als Kate ihr predigte, wie übertrieben es sei, hinter jeder Auffälligkeit etwas Besonderes zu wittern. Immer noch faszinierte Holly die kleine Abbildung, die da nicht hingehörte. Das war ihr Archäologen-Bauchgefühl. Sie tippte mit dem Radiergummi an ihrem Stift auf die Schwanzspitze der Schlange. Nichts passierte. Was sollte auch passieren? Das waren nur Jahrtausende alte Steine, nicht mehr.
Mach dich nicht verrückt, Holly, indem du dem Ganzen zu viel Bedeutung zuschreibst, ermahnte sie sich innerlich. Aber während sie Ras Kopfschmuck untersuchte und sich Notizen zu den Skizzen machte, fanden ihre Gedanken immer wieder die Schlange. Als ob sie von der Schlange magisch angezogen wurde. Eine Stimme in ihrem Kopf rief sie aus weiter Ferne.
Bewegte Wandbilder waren ja eine Sache, aber Stimmen in ihrem Kopf, das würde ihr jeder bestätigen, waren ganz klar was Anderes. Vielleicht war es besser, wenn sie für einen Moment Pause machte und an die frische Luft ging. Holly wollte Kate gerade fragen, ob sie mitkommen wollte, als sie plötzlich Schreie hörte. Erschrocken zuckte sie zusammen. Es hörte sich an, als näherten sich ihnen viele Menschen. Holly konnte laut und deutlich Schritte vernehmen. Beinah klang es als seien die Leute auf der Flucht. Ein Schauer kroch ihren Rücken hinunter. Sie drehte sich um und sah zu Kate, die eine Schrifttafel abpauste.
„Hörst du das auch, Kate?“
„Was?“
„Die Schritte. Da kommen Leute.“
„Wir kriegen Besuch?“ Kate stand auf und lauschte. „Ich höre gar nichts.“
„Wirklich?“ Holly kniff die Augen zusammen und starrte in die Dunkelheit.
„Nein. Hier ist nichts. Geht es dir gut?“
„Aber da waren doch Schritte.“ Holly wich Kates Blick aus. Sie lauschte angestrengt, aber was immer sie zuvor gehört hatte, suchte sie vergeblich. Es war still. Totenstill.
„Du solltest wirklich mehr trinken. Hier“, Kate warf ihr eine Flasche mit stillem Wasser zu. „Und wenn du willst, kannst du auch eine Pause machen. Ich warn dich aber, es ist bald mittags. Da oben wird es brütend heiß sein.“
„Danke.“ Holly nahm ein paar Schlucke des lauwarmen Wassers. „Es geht schon wieder.“
„Bist du sicher?“
„Ja, klar“, versprach sie leichthin. Doch innerlich war sie aufgewühlt. Die Schreie hatten so echt geklungen. Wenn sie schon in so jungen Jahren begann, durchzudrehen, wie sollte sie den Job bis zu ihrer Pensionierung durchhalten?
Sie wandte sich zurück an ihre Arbeit und sofort fiel ihr Blick wieder auf die Schlange. Sie klemmte den Stift zwischen die Seiten des Notizbuchs und legte es weg. Vor dem Bild des Tiers, das schwarzgolden im Licht der künstlichen Lampen schimmerte, ging Holly in die Hocke.
„Was willst du hier nur?“, murmelte sie leise. Mit der Hand berührte sie den Stein und fuhr die Wellen der Außenkanten entlang bis zum Kopf der Schlange.
Autsch! Holly war an einer scharfen Kante hängen geblieben und zog die Hand zu sich. Blut quoll aus ihrem Zeigefinger.
„Verdammt!“, fluchte sie wütend.
„Holly!“ Kate war aufgesprungen. „Was ist passiert? Bist du okay?“
„Ja, keine Sorge. Nichts passiert. Ich habe mich nur geschnitten.“
„Zeig mal her.“ Kate kam zu ihr und begutachtete den Schnitt. „Das sieht tief aus. Ich hole besser etwas zum Desinfizieren und Verbinden. Damit solltest du nicht spaßen, sonst entzündet sich noch was.“
„Danke, Kate.“
„Gern geschehen. Ich will sowieso mal an die Luft. Es ist ziemlich stickig hier drin. Ich bring uns bei der Gelegenheit gleich ein paar von diesen … wie heißen diese leckeren Früchte gleich wieder?“
„Feigen“, antwortete Holly lachend.
„Ja genau, sag ich ja. Feigen. Davon bringe ich uns ein paar mit. Sonst sind sie nachher alle aufgegessen, bis wir hier fertig sind. Du rührst dich solang nicht von der Stelle.“
„Versprochen.“
Sie sah Kate hinterher und seufzte. Der Tag fing ja nicht besonders gut an. Für einen so kleinen Schnitt blutete die Wunde doch stark. Ein kalter Schauer stieg ihr in den Nacken und lief ihr den Rücken hinunter. Es fühlte sich an, als habe jemand die Temperatur unter den Gefrierpunkt gedreht. Sie hatte überall eine Gänsehaut. Geriet sie in einen Schock, nur wegen der kleinen Wunde? Sie war doch sonst nicht so empfindlich.
„Die Schlange … Holly, die Schlange.“
Als führte sie jemand, kniete sie sich in den Staub und drückte den blutenden Zeigefinger in die Vertiefung, die den Schlangenkopf darstellte. Sobald sie den Finger wegnahm, fühlte sie sich wie befreit.
Im nächsten Augenblick begann die Erde zu vibrieren. Intuitiv sprang Holly auf und ging zwei Schritte zurück. Für einen Moment glaubte sie, der Tunnel stürze ein und das seien ihre letzten Sekunden. Sie bildete sich ein, einen Mechanismus von Seilzügen hinter den Wänden zu hören. Aus der Richtung der leeren Kammer kam ein kratzendes Geräusch, das ein Stein macht, wenn er über einen anderen Stein schabt. Das Beben wurde schwächer. Holly ging getrieben von ihrer Neugier in Richtung des Geräusches. Als sie das schwarze Loch in der Wand sah, stockte ihr der Atem. Die Öffnung war vorher nicht da gewesen. Sie wollte gar nicht darüber nachdenken, wie es dazu gekommen war. In ihr kroch ein Gefühl der Übelkeit herauf. Das kam nicht von der Aufregung. Sie hatte ein schlechtes Gefühl, wenn sie daran dachte, hineinzugehen. 

Holly ahnt es in dem Moment noch nicht, aber durch ihre Tat befreit sie ein Wesen namens Satek und damit fängt die Geschichte an. Es kommt zu einem traumatischen Erlebnis für Holly, dem sie nur durch Glück mit dem Leben entkommt. [Zu viel will ich hier nicht verraten ;)]

Ein halbes Jahr später begegnet Holly James Wescott. Er ist der Erste, der ihre Geschichte, über das was damals wirklich in Ägypten passiert ist, glaubt. Mehr noch, der Einzige, der Satek nicht für eine traumatische Einbildung hält, denn James ist der Obere eines Geheimordens, der sich Talamadre nennt und seit Jahren übersinnliche Phänomene in der Welt studiert, erforscht und wenn nötig bekämpft.
James gewinnt ihr Vertrauen und bietet Holly seine Hilfe und seinen Schutz an. Holly nimmt an und findet sich bald schon in einer für sie völlig fremden und unvorstellbaren Welt wieder. Eine Welt, in der es von Gefahren wimmelt, in der Magie Wirklichkeit wird und in der Geheimnisse an der Tagesordnung stehen. Denn der Orden und Satek haben eine Vergangenheit, die keiner kennt und Holly ist die Einzige, die James helfen kann, die Wahrheit ans Licht zu bringen.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig neugierig machen mit dieser längeren Einführung in die Geschichte des Buches. ♥

Wenn ihr Fragen habt, dann wie immer, her damit und ich beantworte sie im nächsten Schreibkladden-Beitrag.

LG
Eure Lilly

Kommentare:

  1. Hui, da hast du mich ja mit deinem Beitrag und dem Textauszug richtig angefixt.Klingt aufregend ... und schreit nach mehr.
    Liebe Grüße Hanne

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  2. Huhu Lilly,

    der Auszug aus deinem Buch klingt unglaublich spannend und interessant und ich bin jetzt schon neugierig auf mehr.

    Liebe Grüße
    Bettina

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  3. Halli hallo

    Klingt schon interessant in diesem Genre Urban- Fantasy mit Romance Touch habe ich noch nix gelesen......;)
    Liebe Grüsse
    Bea

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