Begrüßungstext

Hallo ihr Lieben,
ich begrüße euch ganz herzlich in meiner gemütlichen, verspielten Bücherecke.
Viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Mitverfolgen.

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Donnerstag, 5. März 2015

Schreibkladde #8

Schreibkladde #8
[05.03.2015]

Hallo ihr Lieben, ich begrüße euch heute zu einer neuen Kategorie von Beiträgen auf meinem Blog. Und zwar die Schreibkladde.

Einige von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich nicht nur sehr gerne lese, blogge und Mama bin, sondern auch schreibe.
2015 möchte ich diese Leidenschaft zu etwas Professionellerem nutzen, als in meiner privaten Ecke zu sitzen und Geschichten zu erfinden und sie niederzuschreiben. Daher finde ich es eine gute und sinnvolle Idee, euch auf diese Weise an all den kommenden Projekten teilhaben zu lassen.
Ich hoffe, das stößt bei euch auf Zuspruch und Gefallen ♥

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In der letzten Woche habe ich allgemein über meinen aktuellen Schreiballtag geplaudert. Ihr konntet euch ein wenig über den Stand der Überarbeitung meines nächsten Buchprojekts informieren und darüber, was ich gerade aktuell schreibe. Diese Woche möchte ich mich ein paar sehr interessanten Fragen widmen, die die liebe Bea aufgeworfen hat. ♥


Der Umgang mit Reaktionen auf mein Buch: 

Es gab drei wichtige Stufen bis 'Märchenzauber' in die Welt durfte. Die erste war das Schreiben des Buches. Der Teil hat mir vorwiegend  Freude gemacht. Selbstverständlich, denn das Schreiben ist für mich nicht nur Hobby, emotionaler und kreativer Ausgleich zum Alltag, sondern einfach eine ganz große Sehnsucht und Freude. Ich schreibe fast jeden Tag. Egal was. Blogbeiträge, Rezensionen, bestimmte Geschichten, die sich in meinem Kopf verfestigen, Charakter- oder Szenenideen usw. Dann gibt es das arbeitsintensive Schreiben. Meine Vorgabe täglich mindestens 1500 Wörter für mein aktuelles Schreibprojekt zu schreiben. Es kommt also schon was zusammen am Tag und das mache ich alles freiwillig, weil ich es von Herzen liebe. ♥
Die zweite Stufe ist das Überarbeiten. Also das Geschriebene lesen, lesen, lesen und am besten noch einmal lesen. Am besten in ausgedruckter, visueller Form, weil man da einen besseren Überblick und das bessere Lesegefühl hat - finde ich. Beim Lesen wird alles vermerkt, was einem auffällt. Inhaltlich, grammatikalisch, etc.
Die dritte Stufe ist dann für mich das Lektorat. Nach der Überarbeitung gebe ich das von mir gelesene und korrigierte Werk zu dem Menschen meines Vertrauens, der das Buch dann selbst durchliest und lektoriert. Die Rückgabe setze ich dann um, lese das Buch noch einmal ganz und dann sollte es fertig sein - bei Märchenzauber war es wenigstens so ♥

Diese drei Stufen sind von sehr unterschiedlichen Emotionen begleitet. Stufe eins besteht, wie ich schrieb, aus viel Glück, Freude - und hin und wieder Haare raufenden Momenten und auch mal Schreiblockaden - aber die meiste Zeit macht es einfach nur Spaß und glücklich.
Stufe 2 ist die meiste Arbeit und braucht viel Konzentration, Geduld, Ausdauer und einen langen Atem. Danach war ich ziemlich erschöpft.
Stufe 3 ist ein letztes Aufraffen, doch die baldige Aussicht auf das 'Fertig-sein' hat mich damals beflügelt und ausreichend motiviert.

Ihr seht, alles in allem steckt viel Arbeit und sehr viel Herzblut dahinter. Natürlich ist es da irgendwie normal, dass man furchtbar aufgeregt ist, wenn man sein Buch dann in die Welt entlässt. Die Frage, wie gefällt es den Leuten, wollen sie es überhaupt lesen, mögen sie Rina, Blair und die anderen Figuren, kann ich sie berühren, etc. schießen mir als Autorin tausend mal am Tag durch den Kopf.
Dennoch ist es keine negative Aufregung. Eigentlich ist Beas Frage sehr interessant. Wie geht man damit um, wenn man eine Rückmeldung bekommt, die vielleicht nicht wie erhofft ausfällt, wo man doch so viel Herzblut und Arbeit investiert hat?
Es stimmt: Geschmäcker sind verschieden und man kann es sicher nicht jedem Recht machen. Klar weiß man das, dennoch wünscht man sich gerne das Gegenteil. ;)
Ich habe in vielen Jahren, die vergangen sind, seitdem ich mich mit der Idee des Veröffentlichens beschäftigt habe, [Das nächste Buch exisitiert schon seit 2004 und hat schon ein paar Erfahrungsmomente hinter sich] gelernt, dass es nicht darauf ankommt, dass mein Buch jedem gefällt. Bestimmt wäre ich traurig, wenn es jemandem nicht gefällt, ich bin auch bloß ein Mensch ;) - aber mir selbst bedeutet diese Geschichte so viel. Mich selbst hat diese Geschichte so glücklich gemacht. Sie hat mir etwas Besonderes gegeben und das kann mir niemand nehmen. Jeder Leser meines Buches da draußen, der ein bisschen was von dem Zauber spürt, für sich etwas mitnimmt und sich berührt fühlt, macht mich unendlich glücklich. Ich bin dankbar für die Möglichkeit mein Buch mit diesen Lesern zu teilen. Aber ich habe mir abgewöhnt mich entmutigen oder abhalten zu lassen von denen, die nicht so fühlen wie ich. Der Buchmarkt ist groß genug für jede Art von Lesegeschmack. Man muss nur das richtige Buch für sich finden und das Buch den richtigen Leser für sich. ♥

Sind die Rezensionen bei einer Blogtour etc. ehrlich?

Davon bin ich fest überzeugt. Ich glaube, dass man oftmals ein komplettes Ganzes bewertet. Sicher fließt mit ein, wie eine Tour organisiert ist, was man für einen Eindruck von dem Autor hat usw. Zumindest glaube ich das, weil es einfach menschlich ist. Aber das finde ich nicht weiter schlimm. Denn ich bin davon überzeugt, dass die Blogger ihre ehrliche Meinung schreiben. Egal, ob Blogtour, Indie-Autor, Freund etc. Jeder von uns, der Rezensionen schreibt, muss selbst wissen, aus welchem Grund. Aber ich glaube daran, dass die meisten von uns Rezensionen dazu nutzen, ein Buch ehrlich zu reflektieren.
Ich selbst habe schon Blogtouren mitgemacht, schon Rezensionsbücher von Autoren bekommen und gelesen und war dabei in meiner Bewertung ehrlich. Es gibt bei mir keinen Bonus, nur weil es ein Indie-Autor ist, oder ich denjenigen kenne etc. Ich unterscheide sehr wohl in meinem Anspruch ans Buch, weil ich berücksichtige das ein Indie-Autor alles, oder wenigstens vieles - allein macht, das es vielleicht sein erster Roman ist etc. aber ich bewerte auch ihn bzw. sein Buch ehrlich und genauso offen, wie andere Bücher. Ich denke, dass das die meisten Blogger ebenso machen und habe also keine Sorgen, dass die Rezensionen die zu Märchenzauber während der Blogtour auf den teilnehmenden Blogs erscheinen nicht ehrlich gemeint sind.
Allerdings habe ich die Blogtour ausgeschrieben und es haben sich die Leute selbst dafür entschieden, mich zu unterstützen und mein Buch zu lesen. Das ist sicher hilfreich, weil ich so weiß, dass sie das Buch angesprochen hat und es in ein Genre fällt, was sie gerne lesen. Denn auch dazu ist eine Blogtour ja da. Sie soll andere Leser auf das Buch aufmerksam machen, die ebenfalls gerne diese Art Buch lesen. Praktisch, wenn es also Leute vorstellen, die selbst Lust hatten, Märchenzauber zu lesen und sich nicht dazu verpflichtet fühlten. ♥

Das soll es für heute gewesen sein. Ich bin gespannt, ob ihr das auch so seht. Gerne könnt ihr mir eure Meinung schreiben. ♥

Wenn ihr Fragen habt, dann wie immer, her damit und ich beantworte sie nächste Woche im nächsten Schreibkladden-Beitrag.

LG
Eure Lilly

Kommentare:

  1. Halli hallo
    Vielen Dank für diese ausführlichen Antworten es war für mich sehr interessant!

    Mir ist einfach bei Rezis zu Indie- Autoren, Selfpublisher...( bei Amazon) aufgefallen, dass diese Bücher oft fast nur 5-4 Sterne Bewertungen erhalten haben und dass hat mich halt doch ein wenig stutzig gemacht deshalb auch meine Frage dazu ;)

    Ich bleibe weiterhin gespannt...natürlich auch dann auch auf deine Blogtour ;)
    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. Liebe Bea,

      für mich war es auch sehr interessant und spannend, mich in dieser schriftlichen Form mit dem Thema auseinander zu setzen. :)

      Das mit den Bewertungen habe ich jetzt nicht so krass verfolgt. Aber vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass die ein oder anderen 'milder' bewerten und nicht so hohe Ansprüche haben.
      Oder man liest im Vorhinein bei einem Indie Autor tatsächlich nur, was einen wirklich anspricht und dem Genre her, der Geschichten her gut gefällt.
      Bei Verlagsbüchern lässt man sich vielleicht schneller von Covern, anderen Stimmen, Autorennamen, gekonnter Werbung etc. beeinflussen.
      Und so probiert man im Indiebereich vielleicht nicht so viel aus, geht kein Risiko ein und dann 'lesen' oder 'bewerten' nur die Leute, denen es gefällt :)

      AUf jeden Fall sehr spannend :D
      Ich bin auch gespannt auf die Beiträge zur Tour und hoffe, sie wird euch allen gefallen ♥

      Liebe Grüße
      Lilly

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    2. Da könntest du recht haben, habe ich noch gar nie so überlegt ;)

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  2. Hallo und guten Abend,

    ich lasse mich gerne von einem Buch bzw. dem Autoren dazu, gerne überraschen und gehe daher ohne Vorgabe oder ähnliches ans Lesen.

    Vielleicht ist diese Sternevergabe auch ein allgemeines Problem, weil viele nur auf die Sterne bei der Beurteilung achten. Ich persönlich, lese dann lieber gleich die Rezi und schaue mir an was der Schreiber oder Schreiberin an positivem oder auch negativem zu berichten hat.

    Das sagt meistens mehr aus als diese Sternesache, finde ich zumindest.

    LG..Karin..

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    1. Stimmt, das finde ich auch. Eine Bewertung ist schon gut, aber nichts gegen eine gute, ehrliche und ausführliche Meinung, die einem bessere Orientierung gibt. :)

      Liebe Grüße
      Lilly

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