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Montag, 24. November 2014

Rezension Sommerwind von Gabriella Engelmann



Sommerwind von Gabriella Engelmann
Leseempfehlung für: Leser, die gerne romantische, tiefgründige Geschichten über das Leben lesen // Föhrverliebte oder solche, die es werden wollen.




Das Cover

Das Cover ist einfach super hübsch. Es bringt einen schon beim Angucken gute Laune einen Hauch Freiheit, einen Flügelschlag verträumtes Luft holen und jede Menge Urlaubsstimmung. Außerdem ist natürlich die Alte Mühle ein Handlungsort im Buch. Besonders schön für mich persönlich ist sicher die Tatsache, dass ich als regelmäßiger Föhrfahrer die Ecke hier genau kenne und selbst wunderschön finde.





Kurze Inhaltsbeschreibung

Felicitas hat gerade sehr viel Stress in ihrem Leben. Die Ereignisse überschlagen sich und es geht recht chaotisch zu. Sie muss für als Regieassistentin für einen Liebesfilm nach Föhr – in die friesische Karibik – reisen. Jedoch stehen die Dreharbeiten unter einem schlechten Stern. Denn der Regisseur ist eine Dramaqueen und macht sich weder beim den Schauspielern beliebt noch scheint er die richtigen Entscheidungen für den Film zu treffen. Für Felicitas hängt viel vom Erfolg des Filmes ab.
Da kommen der Hamburgerin die Liebesbriefe, die sie auf dem Dachboden ihrer Wohnung findet, gerade recht. Sie bieten herrliche Ablenkung und wecken Felicitas Neugier, denn sie wurden von Niblum einer der süßen kleinen Örtchen auf Föhr abgeschickt. Ob sie herausfindet, wer der Briefeschreiber war und was damals passiert ist?



Schreibstil und Storyverlauf

Ich bin Gabriella Engelmann Fan, das sollte ich fairerweise vorwegschicken. Ich liebe die Geschichten, die sie erzählt – so mitten aus dem Leben, voller Gefühl und Zauber – aber natürlich auch ihre ganz besondere Art, diese zu erzählen. Ich mag es unheimlich, dass ihr Schreibstil nicht plump und einfach ist, sondern mich einfängt und verzaubert. Jedoch habe ich immer das Gefühl schnell durch die Geschichte voran zukommen und das ich das alles mit einer Leichtigkeit lese, die einfach Spaß macht.
In diesem Roman, wie auch in den anderen, spüre ich wieder die Liebe zu den Handlungsorten, die die Autorin aussucht. Man merkt einfach ihre Recherche und sie schafft es die Liebe zum Handlungsort so natürlich einfließen zu lassen, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst in Föhr zu verlieben. Zum Glück war ich schon vor dem Buch Föhrverliebt.
Vielleicht ist manches in der Geschichte ab Punkt x vorhersehbar und möglicherweise ist das Thema Film im Buch ungewöhnlich und kein Allerweltsthema, aber mir hat das gefallen, weil die Dinge, um die es wirklich geht, so lebensnah sind und alles betreffen. Sei es die Suche nach sich selbst, Existenzängste, Selbstzweifel, von der Liebe oder Menschen die man liebt, verletzt worden zu sein und jetzt Angst zu haben, wieder zu lieben. Ob nun Regieassistentin, Schauspielerin, Handwerker oder Hotelfachangestellte, das sind doch Themen, die uns allen begegnen und uns alle gleich machen. Für mich hat die Geschichte jedenfalls gezündet und mehr als Föhrliebe hinterlassen. Es war nicht bloß ein schönes Urlaubsbuch, sondern eines dessen Geschichte ich gerne gelesen und einen Platz in meinem Herzen eingeräumt habe.



Die Charaktere und ihre Entwicklung

Felicitas, die weibliche Hauptprotagonistin ist eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie wohnt seit Jahren in einer WG in Hamburg zusammen mit ihrem besten und ganz besonderen Freund Tim. Die beiden stehen sich in guten und schlechten Zeiten zur Seite und gerade macht ihr Tim mal wieder Mut in Sachen Geldsorgen und neuer Job. Felicitas wirkt sehr erwachsen, reif und kommt als nachdenklicher Mensch rüber, der vor allen deswegen gehemmt ist, weil er so viele Sorgen mit sich herumträgt. Sie scheint ein wenig weichherzig zu sein und vieles in ihrem Inneren mit sich selbst auszumachen. Sie ist intelligent und eigentlich auch tough nur zeigt sie das zu selten.
Durch eine besondere Freundschaft oder beinah schon mehrere Freundschaften auf der Insel Föhr lernt Felicitas sich noch mal neu kennen und entdeckt diese verstreckten Seiten an sich und auch sie für sich und ihr Leben zu nutzen. Diesen Weg mit ihr zu gehen und diese Charakterentwicklung durchzumachen, war einfach nur grandios. Sie war so nachvollziehbar und echt, dass man das Gefühl hatte selbst eine Freundin von Felicitas zu sein.

Aber auch die eben angesprochenen Nebenfiguren sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Man wünscht sich regelrecht, sie seien reale Figuren, die es da in Föhr zu entdecken gibt, so liebevoll und einzigartig sind sie. Das Schöne ist aber, selbst wenn sie alle nur ausgedacht sind, so gibt es sie doch ganz sicher auf Föhr. Oder auch sonst in der Welt. Und das macht die tollen Charaktere des Buches, die Freundschaften, die Familienbeziehungen und die Liebesgeschichten auch so besonders. Sie fühlen sich einfach echt an.



Fazit
Ein großartiger Roman, der nicht nur die Liebe zu Föhr beschreibt, oder eine Liebesgeschichte auf Föhr erzählt. Echte Figuren treffen mit Problemen aus dem Leben aufeinander und zeigen uns den Zauber des Lebens, den man manchmal nicht vor der eigenen Tür findet, sondern erst im Urlaub, wenn man bereit ist alles, was einen beschwert, zurückzulassen. Ein Roman, den ich jedem Föhrverliebten Menschen, jedem der es gerne wäre und überhaupt jedem, der gerne lebensnahe und bejahende Bücher liest, ans Herz lege. Nach Sommerwind bin ich nicht mehr nur Föhrverliebt, sondern spätestens ab jetzt heißt es: Ich bin verliebt in Gabriella Engelmann (s Bücher).   


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