Begrüßungstext

Hallo ihr Lieben,
ich begrüße euch ganz herzlich in meiner gemütlichen, verspielten Bücherecke.
Viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Mitverfolgen.

Seiten

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Rezension: Ashes II - Ilsa J. Bick




Tödliche Schatten [Ashes Bans II] von Ilsa J. Bick
Leseempfehlung für: Jugendliche ab 17 // Dystopieleser // Leser, die es gerne blutiger und brutaler, sowie spannender haben





Das Cover

Das Cover des Buches gefällt mir total gut. Ich finde dieses Mädchen einfach total sympathisch und mit der Farbgestaltung und den betonten Augen, sowie den verwehten Haaren, wirkt es einfach nur toll. Das interessante am Cover ist, dass es irgendwie warm wirkt und trotzdem düster und bedrohlich. Das ist echt ein gelungener Effekt.





Kurze Inhaltsbeschreibung
[Spoiler Band I]

Alex ist aus Rule geflohen, aber keineswegs in Sicherheit. Im Gegenteil sie wird von Veränderten gejagt und fällt ihnen schließlich sogar in die Hände.
Peter wird derweil von einer Gruppe Soldaten aufgegriffen, die Veränderte und Jugendliche jagen, um Experimente durchzuführen. In Rule fällt das Verschwinden von Alex auf und Geheimnisse werden entdeckt, die wiederum neue Fragen aufwerfen. Chris und Lena werden in diesen Strudel hineingerissen und finden sich, bevor sie sich versehen, im nackten Überlebenskampf wieder.
Währenddessen macht sich auch ein genesener Tom auf die Suche nach Alex. Wird er sie rechtzeitig finden und kann er sie aus den Klauen der Veränderten befreien?



Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Ilsa J. Bick ist wirklich rasant. Es geht im Buch spannend daher und man ist wirklich von Anfang an drin und kann gar nicht anders, als immer weiterzulesen. Außerdem liest sich alles sehr leicht und man kommt trotz der sehr vielen Seiten schnell voran. Die Kapitel sind übersichtlich kurz, enden jedoch meistens irgendwie so fies, dass man immer versucht ist, noch ein weiteres Kapitel zu lesen.
In diesem Teil gab es so viele Handlungsstränge, dass es mich jedoch oftmals gestört hat, dass man nach einem Kapitel in eine ganz andere Handlung geworfen wurde. Dadurch wirkte die Geschichte oft gestückelt und ich konnte dem Geschehen auch nicht immer richtig folgen.
Während ich die Idee nach wie vor großartig finde, habe ich mich in diesem Teil daran gestört, dass es Ereignisse gibt, die sich entwickeln und dann irgendwie nicht richtig zu Ende geschrieben werden. Es gibt Handlungssprünge, die mich gestört haben und ganze Handlungen, die einfach rückblickend kurz zusammen gefasst wurden, anstatt, dass sie aktiv passieren. Das hat nicht zu dem spannenden und rasanten Schreibstil gepasst und mich im Lesefluss gestört.
Weiter Kritikpunkt ist die vorherrschende Brutalität und der hohe Ekelfaktor. Für mich war beides schon grenzwertig. Ich bin zwar auch kein typischer Thriller-Leser oder Horrorbuchleser, so dass ich da vielleicht nicht abgehärtet bin, wie andere Leser. Aber trotzdem finde ich, dass die Geschichte es nicht nötig gehabt hätte, immer wieder so ins Detail zu gehen, wenn Menschen gegessen, gefoltert, gequält etc. werden. Gerade für ein Jugendbuch ist mir die ausgeschriebene Gewalt im Buch zu heftig.



Die Charaktere und ihre Entwicklung

Im ersten Teil bin ich den Figuren nicht wirklich nah gekommen und ich muss sagen, dass mir das auch in diesem Buch nicht wirklich gelungen liegt. Ich glaube nicht, dass es direkt an den Figuren liegt. Aber die Story ist so brutal, dass ich irgendwie automatisch dicht mache. Dafür, dass man auch sehr wenig Gefühl bekommt und nur wenige Einblicke in die emotionale Ebene der Figuren, ist die Identifikation einfach nicht so stark. Ich bin auf Distanz geblieben. Zwar habe ich natürlich mit Alex mitgelitten und war entsetzt, ob allem was sie erlebt und durchmachen muss, aber es hat mich nicht so berührt, wie andere Charaktere das schaffen.

Peter, der mir bislang total unsympathisch war, trifft es hier im Buch wirklich hart. Seine Story hat mich echt mitgenommen und auch sie fand ich für ein Jugendbuch zu extrem. Obwohl meine Sympathie für diese Figur eher niedrig war, habe ich ob seines Schicksals Mitgefühl entwickelt.

Tom, der endlich wieder mehr auftaucht, ist im Buch eine der interessantesten Figuren. In all der Brutalität steht er irgendwie für das Schöne. Er liebt Alex aufrichtig, er kümmert sich um andere, ist hilfsbereit und hat ein gutes Herz. Er sorgte für Lichtmomente in dem Schatten aus Gewalt. Auf jeden Fall ein Lichtblick im Buch.

Obwohl es eine totale Nebenfigur ist, ging mir auch die Story im Lena sehr nahe. Ich bin sehr unzufrieden, wie diese in Buch 2 endete und hoffe, dass im dritten Buch noch mal darauf eingegangen wird.



Fazit
Ashes ist eine Reihe, die ich gerade im Jugendbuchbereich für zu brutal, zu ekelig und zu gewalttätig halte. Die Idee ist klasse und die Story so spannend, dass solch hohes Maß an Gewalt eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Zumindest nicht in so ausgeschriebener Art und Weise. Stattdessen hätte ich mir mehr emotionale Tiefe gewünscht und weniger Sprünge in der Handlung. Ashes ist eine Reihe, die ich eigentlich abbrechen würde. Da die Idee mich aber nach wie vor interessiert, werde ich den dritten Band trotzdem noch lesen. Empfehlen würde ich sie jedoch nur jungen Erwachsenen ab 17/18 und Lesern, die eventuell schon mal öfter zu Thrillern, Horrorbüchern oder Zombiebüchern gegriffen haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gesamtzahl der Seitenaufrufe