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Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension: Die Verratenen - Ursula Poznanski




Die Verratenen Band I von Ursula Poznanski
Leseempfehlung für: Dystopie Leser // Jugendliche ab 15







Das Cover

Bei dem Cover bin ich etwas unentschlossen. Ich finde die Kombination aus weiß und schwarz sehr edel und irgendwie passt sie natürlich auch auf die Thematik der Dystopie mit ‚Schwarz-weiß’ Denken. Außerdem mag ich die Kombination mit dem Türkis, welches für den Titel genommen wurde.
Dennoch finde ich das Cover grundsätzlich eher unauffällig, unspektakulär und für mich persönlich zählt es jetzt nicht zu den absoluten ‚Buch-Schönheiten’ im Regal.



Kurze Inhaltsbeschreibung

Die Verratenen ist ein dystopischer Jugendbuchroman. Es geht um Ria. Sie lebt in den Sphären und besucht eine der besten Akademien. Dort gehört sie außerdem zu den zehn besten Absolventen. Ihre Zukunftssaussichten sind also großartig. Bis sie eines Tages durch Zufall in einem Gespräch mithört, dass es an ihrer Akademie Verräter geben soll. Sechs Schüler könnten den Sphären erheblich schaden und müssten deswegen schnellstmöglich eliminiert werden. Unter den sechs Verrätern befinden sich nicht nur ihr bester Freund und Nr. 1 der Akademie: Aureljo, sondern auch sie selbst.
Ria glaubt an ein Missverständnis, doch es scheint eher eine Verschwörung im Gang zu sein. Doch wer will den Jugendlichen schaden und warum?
Bevor sie dies herausfinden, versucht man tatsächlich sie zu töten, doch zusammen können sie entkommen und fliehen in die Außenwelt. Dort werden sie von einem Clan aufgeschnappt und gefangen genommen. Werden die Jugendlichen dort Hilfe und vor allen Antworten finden?



Schreibstil und Storyverlauf

Ursula Poznanskis Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Er ist klar und direkt und durch die kurzen Kapitel, so wie kurzen Sätze bekommt der Schreibstil etwas Dynamisches, was gut zum Genre passt und ich bei Dystopien grundsätzlich mag. Gewöhnungsbedürftig war für mich nicht die Ich-Perspektive, die gibt es gerade bei Jugendbüchern ja sehr oft, sondern eher die Erzählform. Denn die Geschichte wird im Präsens erzählt. Dadurch hatte ich zwar das Gefühl mitten drin und aktuell im Geschehen involviert zu seine, aber irgendwie forderte die Erzählweise so viel Aktivität und die gab es gar nicht. Das was passierte war teilweise sehr ruhig und eher informativ, als aktiv und das passte für mich irgendwie nicht mit der Erzählart zusammen. Natürlich hatte die Geschichte auch spannende Abschnitte und die Idee war sowieso durchweg interessant und spannend. Aber es gab eben auch sehr viele ruhige Passagen, die nur dazu dienen die Welt von Ria näher kennen zu lernen.




Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die Charaktere im Buch sind für mich immer das Wichtigste. Bücher, bei denen mir die Hauptfiguren unsympathisch sind, haben es oftmals schwerer mich gefangen zu nehmen, aber sie müssen deswegen keine schlechteren Bücher sein. Hier war es leider etwas anders. Ria war mir keineswegs unsympathisch. Ich mochte sie sogar sehr gern. Nur irgendwie war und blieb sie mir bis zum Ende sehr fremd. Sie hat mich immer auf Distanz gehalten und ich fand zu keinem Zeitpunkt wirklich emotionalen Zugang zu ihr und damit auch nicht zu den emotionalen Stellen des Buches. Ich fühlte mich emotional nicht in die Geschichte eingebunden, als Leser, sondern außen vor gelassen und das habe ich sehr vermisst.

Die anderen Jugendlichen lernt man aus Rias Sicht mehr oder weniger gut kennen. Manche bleiben eher unscheinbar, weil Ria sich auch nicht weiter mit ihnen beschäftigt, andere wiederum spielen natürlich eine zentrale Rolle, so wie ihr bester Freund Aureljo.
Obwohl alle Jugendliche irgendwie interessante Ansätze hatten, fand ich dennoch, dass sie zum Teil einfach zu blass geblieben sind und ich wünsche mir doch mehr über sie zu erfahren.



Fazit
Eine Dystopie, die bei Lesern sehr geliebt wird und gerade für Fans des Genres unbedingt zu empfehlen ist. Dennoch hat mir persönlich das Buch Schwierigkeiten bereitet. Sowohl in der Erzählart, als auch bei den Figuren. Ich hoffe, dass die Autorin mich mit der Fortsetzung abholen kann und ich dann emotional tiefer in die Geschichte einzutauchen vermag.    

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