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Mittwoch, 12. Februar 2014

Rezension: Der Nachtzirkus - Erin Morgenstern



Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern
Leseempfehlung für: Jugendliche ab 16 ~ Fantasy/Magie Liebhaber ~ Fans eines verträumt-beschreibenden Schreibstils





Das Cover

Das Cover ist ein totaler Hingucker. Es ist etwas Besonderes und hat mich sofort angesprochen. Dieses Farbspiel zwischen schwarz und weiß, der Glitzer-Schimmereffekt und die klare Schrift wirken optisch sehr edel und einprägsam. Genauso faszinierend und anziehend wie die Wirkung des Nachtzirkus im Buch würde ich meinen.

Bewertung:










Kurze Inhaltsangabe

Zwei Zauberer. Zwei unterschiedliche Ansichten. Im Wettstreit wessen Methoden besser sind lassen die beiden zwei Schüler von sich gegeneinander antreten. Celia, die eigene Tochter. Marco der Weisenjunge. Der Schauplatz? Der Nachtzirkus. Auch genannt Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Die beiden Kontrahenten erfüllen den Zirkus mit Magie, denken sich immer neue beeindruckende Zelte aus, die die Leute ins Schwärmen bringen. Der Zirkus der Träume ist eine Attraktion, die Anhänger in Scharen findet.
Und der Wettstreit? Die Lehrmeister haben nicht damit gerechnet das Marco und Celia sich ineinander verlieben könnten. Wie werden ihre Gefühle das Spiel zweier uralter Mächte beeinflussen?
Was bedeutet sie für den Nachtzirkus und all die Menschen, die mit ihm verbunden sind?




Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Erin Morgenstern ist so widersprüchlich wie ihr Buch. Auf der einen Seite konnte sie mich mit ihrer Wortmalerei verzaubern, anderseits war es mir zu beschreibend. Ich habe mich irgendwann eingeengt gefühlt in meiner Vorstellungskraft, weil jedes Detail vorgegeben war. Außerdem ermüdeten die immer wiederkehrenden, ausufernden Beschreibungen und nahmen mir Spannung und Lesefreude zugleich.
Die Geschichte selbst ist ziemlich komplex und kompliziert. Sie besteht aus einem langen Vorspiel, wenn man – so wie ich irregeführt durch den Klappentext – eine Liebesgeschichte erwartet. Doch erst einmal steht der Nachtzirkus selbst im Fokus und auch als endlich Marco und Celia einander begegnen hatte ich den Eindruck, dass ihre Geschichte nicht gegen die des Zirkus ankam. Irgendwie gehörte das auch zusammen, aber die eigentliche Liebesgeschichte war mir zu ungreifbar, zu wenig ausgeschrieben, zu schnell und zu distanziert. Mit einer anderen Erwartung, einem anderen Klappentext hätte ich mich damit vermutlich nicht so schwer getan.



Charaktere und ihre Entwicklung

Die beiden Protagonisten Marco und Celia sind im Grunde sehr interessant. Man lernt sie als sehr junge Kinder kennen, wächst mit ihnen im Buch zu Teenagern heran und erlebt das Voranschreiten der Jahre. Man merkt, dass man es schließlich mit Erwachsenen zu tun hat und die Tatsache, dass es sich nicht um 16 bis 18 Jährige handelt, war erfrischend.
Dennoch fehlte mir der Zugang zu den Figuren. Zunächst war er da, als ich beide alleine für sich traf, doch je mehr der Zirkus, seine Zelte und seine Auswirkungen auf weitere Figuren im Buch, in den Fokus geriet, um so stärker verlor ich diesen bis er schließlich so gering war, dass mich die Entwicklung der Figuren und ihre Liebesgeschichte überhaupt nicht mehr überzeugen und berühren konnte. Einzig die Nebenfiguren boten hier noch interessante Ausblicke, allen voran Bailey, den ich sehr erfrischend fand. Doch auch seine Geschichte wird schließlich nicht tiefgehend behandelt und endet für mich zudem noch unzufrieden.



Fazit
Mit falscher Erwartung an das Buch herangegangen, konnte mich der Nachtzirkus mit seiner Magie, seiner verträumt-beschreibenden Sprache und seiner versteckten Liebesgeschichte nicht gefangen nehmen. Am Ende war ich kein Zirkusgänger und blieb ihm fern. Schade, dass die Faszination nicht über das Cover und einen guten Einstieg ins Buch hinausging. Für mich enttäuschend, für Fans von Magie, beschreibenden, verträumten Schreibstilen eine Empfehlung. Jedoch mit Vermerk hier keine Liebesgeschichte aller Romeo und Julia zu erwarten, wie es dem Klappentext nach den Anschein hat.

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