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Montag, 12. März 2012

Rezension

Tribute von Panem I
Tödliche Spiele
von Suzanne Collins





















Cover:      
Auf den ersten Blick nichts besonderes. Mir gefiel aber im Laufe der Geschichte, nachdem sich klärt was für ein Vogel bzw. was für ein 'Anstecker' dort abgebildet ist, die Idee diesen auf diesen schwarzen Hintergrund zu bringen. Seine Bedeutung ist ja nicht zu unterschätzen, vor allem wenn man bedenkt, dass er für Katniss mehr bedeutet, als das Symbol ihres Distrikts. Ein Stückchen zuhause!
Alles in allem ein unauffälliges Cover, dass durch kleine Details, wie der goldene Anstecker und die große weiße Schrift hervorsticht.
Für die Aufmachung vergebe ich:



Leseeindruck:
Seit längerer Zeit meine erste Dystopie und ich bin froh, mich gleich für den Anfang dieser Trilogie entschieden zu haben. Ich bin sehr schnell in die Thematik reingekommen, denn Suzanne Collins versteht es ausgesprochen gut einem das 'endzeitliche' Nordamerika und das Leben in 'Panem' zu beschreiben, ohne das sie dazu Infodumping nutzt oder mich als Leser gelangweilt hätte. Geschickt denkt Katniss (das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt) über ihr Leben in Distrikt 12 nach und ich erhalte nicht einmal den Eindruck, dass sie daran nur denkt, damit ich eine Vorstellung von ihrem Leben bekomme. Das allein konnte mich auf Anhieb begeistern und für sich einnehmen.
Das Prinzip Panem und Katniss Leben in ihrem Teil dieser Welt fesselte mich ebenfalls sofort. Dieser ständige Kampf des Überlebens auf eine gänzlich sachliche Art heruntergebrochen von einer 16jährigen, die die Verantwortung übernommen hat, ihre kleine, geliebte Schwester Prim, ihre Mutter und sich selbst zu versorgen, nachdem ihr Vater bei einem Mienenunglück gestorben ist. Ohne zu sehr darauf einzugehen, versteht man gleich welche Rolle Katniss innerhalb der Familie hat, denn ohne sie würde nichts funktionieren. Ihre Mutter ist wohl mittlerweile aus der völligen Trauerlethargie erwacht, aber nicht in der Lage die Bäuche der Kinder so zu füllen, wie es Katniss kann, die dafür das Verbotene schlecht hin wagt.
Sie geht mit ihrem Jagdgefährten Gale jeden Tag durch eine 'Lücke' im Zaun, der das Distrikt eingrenzt und jagt in den Wäldern. Das ist strengstens verboten, doch die sogenannten 'Peacekeeper', die das Sagen im Distrikt haben, sind ebenfalls nicht ganz von Hunger verschont und mit einigem Geschick toleriert der 'Schwarzmarkt' Katniss' und Gales Jagden.
Doch als wäre die Gefahr entdeckt oder von gefährlichen, wilden Tieren angegriffen zu werden, nicht schon Herausforderung genug, gibt es da noch die harte Hand des Capitols, das Panem regiert.
Nach einer Rebellion der Distrikte gegen das Capitol haben diese sich eine erniedrigende Sache einfallen lassen, um alle stets an die Macht des Capitols zu erinnern. Die 'Hunger-Games'.
Jedes Jahr finden Gladiatorenähnliche Spiele statt, zu denen jedes der 12 Distrikte einen Jungen und ein Mädchen im Alter von 12-18 Jahren in die Hauptstadt entsenden muss. Nur einer dieser Tribute kann am Ende das tödliche Spiel überleben.
Katniss ist mit ihren 16 Jahren bereits das 4 Mal in der Lotterie. Das perfide an dieser Sache ist jedoch, dass sich die Lose addieren und ihr Name somit 4x im Lostopf ist. Doch das ist nicht alles. Die ärmsten der Armen haben die Möglichkeit gegen einen Anteil an Grundnahrung ihren Namen freiwillig für sich und jedes weitere Mitglied zusätzlich in den Lostopf zu geben. Das haben sowohl Katniss als auch ihr Freund Gale getan, dessen Familie noch größer ist als ihre. Zudem ist er noch 2 Jahre älter. Es ist also sehr viel wahrscheinlicher das es Gale oder sie treffen wird, als zum Beispiel ihre Schwester Prim. Diese ist dieses Jahr das erste Mal im Lostopf und Katniss hat ihr zudem verboten ihren Namen mehr als einmal hineinwerfen zu lassen.
Doch das Unglaubliche geschieht trotzdem Prim wird gezogen und Katniss - ohne zu zögern - nimmt den Platz ihrer Schwester ein, was ihr die Herzen und Anerkennung des ganzen Distrikts zuteil werden lässt.
Eine Handlung die die Autorin schafft völlig nachvollziehbar und glaubhaft darzustellen.
Das Besondere an Panem I - Tödliche Spiele - ist jetzt aber nicht die Spiele an sich, sondern wie es Suzanne Collins gelingt, darüber hinaus die Geschichte der 24 Jugendlichen zu erzählen, die gegen ihren Willen (die meisten von ihnen) um ihr Überleben kämpfen. Die einen werden zu grausamen Jägern, des eigenen Überlebens willen und der Anerkennung, die ein Sieg in den Hunger-Games bringt, die anderen versuchen durch Intelligenz wettzumachen, was ihnen an Kraft und Gewaltbereitschaft fehlt. Manche schlagen sich als Einzelkämpfer durch und andere bilden Allianzen, bis sie ihren Zwecken nicht mehr dienlich sind.
Für Katniss findet sich in diesem Überlebenskampf noch eine weitere Herausforderung. Die Gefühlswelt die gerne Achterbahn fährt. Als wären die Hunger-Games nicht schlimm genug, wurde nun noch ausgerechnet ein Junge gezogen, dem sie ihr Leben verdankt. Peeta, der Sohn des Bäckers, schmuggelte ein Brot nach draußen und gab es ihr, als sie am Ende war und ohne diese mitfühlende Geste verhungert wäre. Ebenso wie Prim und ihre Mutter, mit denen sie 2 Tage von dem guten Brot isst.
Verschiedene Taktiken werden benutzt, mal kämpfen die beiden miteinander, dann wieder gegeneinander und die gesamte Zeit über erkennt Katniss nicht, dass Peeta seine Gefühle - auch genannt der Loverboy - nicht aus taktkischen Gründen spielt. Das er die Geschichte, wie er sich in sie verliebte, als er sie in der Schule singen hörte, nicht erfindet, um bei den Spielen, die live in Panem als Unterhaltungssendung im Fernsehen übertragen werden, Eindruck beim Publikum zu bekommen. Denn das ist wichtig, die können einen 'sponsoren', wichtige Dinge schicken, wenn man in Not ist. Doch Katniss sieht hinter Peeta nicht die Wahrheit seiner Gefühle, nur einen klugen Plan, den sie beginnt mitzuspielen, als die Spielleitung auch noch erklärt, dass beide Tribute eines Distrikts überleben können, wird diese Taktik um so entscheidender. Doch bis zum letzten Duell warten viele Tote und so einige traurige Momente auf Katniss und Peeta. Wer von beiden und ob überhaupt einer überlebt, soll nicht verraten werden.
Alles was von Bedeutung ist, ist dass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt, die Charaktere hervorragend ausgearbeitet wurden und einem leicht ans Herz wachsen. Das Buch ist ein grandioses Auftaktswerk und lädt dazu ein, sofort Band II zu verschlingen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.


Fazit:
Ein grandioses, ein spannendes, ein gefühlvolles, ebenso explosives wie leises Meisterwerk! Zu 100% ein Pageturner. Vorsicht Suchtgefahr!!!


Das Buch bekommt bei mir aufgrund des Endes, was mich verärgerte und nicht zufrieden stellen konnte, trotzdem nur 4 Puffel. Am Ende fühlte ich mich 'gekauft', weil ich den Cliffhänger nicht nachvollziehen konnte. Er war für mich völlig unlogisch und ich hatte den Eindruck, er sagte nur aus: Kauft Band II, wenn ihr wissen wollt ...
Und sowas kann ich nicht leiden. Daher sehr gute:




Kommentare:

  1. Ich will das Buch auch noch unbedingt lesen und ich glaube ich werde es mir diesen Monat holen. :)
    Lg Steffi

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  2. Hi Lilly,
    da hast du dir ja richtig viel Mühe mit deiner Rezi gemacht. Ich liebe ja Rezis mit einer gewissen Länge. Sehr schön. Der Schluß hat mich jetzt nicht so sehr gestört. Außerdem hatte ich sowieso schon alle Bücher da :-) Liest du die anderen beiden auch bald?
    LG,
    Damaris

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  3. @ Steffi:
    Oh ja mach das. Es lohnt sich echt!

    @ Damaris:
    Danke!!! *freu*
    Zum Ende: Ich fands halt nicht nachvollziehbar.
    Spoiler an: Gale??? Und dann wirds mir 'klar' aber auch gleichzeitig im Gespräch mit Peeta ist es nicht 'klar'. Irgendwie fand ich es unnötig, dass sie aus den Gefühlen der beiden bzw. Katniss Gefühlen dann so ein 'Drama' macht. Vielleicht mochte ich auch nur den Peeta nicht leiden sehen. :D Spoiler aus. :)
    Ich werde die anderen beiden auch auf jeden Fall lesen. Habe sie ja Schuber sei dank schon hier. :D

    LG
    Lilly

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  4. Sehr schöne Rezi, auch wenn ich die Schrift auf meinem Lapi nicht so gut lesen kann. ^^" Irgendwie verschwimmt die Schrift mit dem Hintergrund, oder sind am Ende meine Augen Schuld und nicht mein Laptop XD

    Nur eine Sache noch für die Zukunft: Es heißt Trilogie. Also nur mit einem "o". :-)

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    1. Das ist ja blöd für dich mit der Schrift. Bei mir ists super lesbar und auf den anderen Bildschirmen auch ?
      Habe auch die Standardschrift gewählt und nichts Außergewöhnliches. Vielleicht liegt es an der Auflösung deines Laptops? Blöde Sache ...
      Danke für den Tipp ;)

      LG
      Lilly

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  5. Ich finde dir Originale viel schöner als die deutsche Version der Cover. Für mich sind diese Gesichter eigentlich gar nicht ansprechend. Die Story dafür umso mehr, da kann ich darüber hinweg sehen ;-)

    Das Ende ist eine Sache für sich. Mich hat es nicht gestört, ich hatte Teil zwei bereits aufgeschlagen. Ich kann deinen Ärger aber verstehen. So ein Ende ist eigentlich, auch für mich, ein No-Go.

    Schöne Rezension, Lilly :-)

    Liebe Grüße

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    1. Danke Mini :)
      Wie gesagt, wahrscheinlich tat mir Peeta einfach leid. Außerdem hat mich das positive Ende trotz Trilogie von Shiver so gefreut, dass ich da wohl besonders enttäuscht war so ein 'doofes' Ende zu lesen :D
      Ich mag Gesichter total gerne auf Covern, weil mich immer interessiert wie der Autor, oder die Designer des Covers die 'Figuren' sehen. Ich kann mir da ganz gut trotzdem andere vorstellen :D

      LG
      Lilly

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  6. Hach, ich muss ja sagen, dass dieses Buch wohl mein Lieblingsbuch wäre, wenn ich mich entscheiden würden müsste. Mit dem Cliffhanger und dem "gekauft fühlen" hast du natürlich recht, aber irgendwie fand ich das Ende trotzdem total klasse!

    Ich freue mich übrigends, dass du in letzter Zeit öfters auf meinem Blog verbeischaust ;).
    Und wegen "Von der Nacht verzauber" rate ich dir wirklich, es vielleicht erstmal zu leihen. Die Meinungen gehen weit auseinander und nicht, dass du dich dann ärgert, so viel Geld ausgegeben zu haben, wenn du es genauso durchschnittlich findest, wie ich...

    LG,
    Fina

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