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Donnerstag, 8. März 2012

Rezension

Shiver
Wolves of Mery Falls Band I
von Maggie Stiefvater



Inhaltsangabe:







For years, Grace has watched the wolves in the woods behind her house. One yellow-eyed wolf—her wolf—is a chilling presence she can't seem to live without. Meanwhile, Sam has lived two lives: In winter, the frozen woods, the protection of the pack, and the silent company of a fearless girl. In summer, a few precious months of being human… until the cold makes him shift back again.
Now, Grace meets a yellow-eyed boy whose familiarity takes her breath away. It's her wolf. It has to be. But as winter nears, Sam must fight to stay human—or risk losing himself, and Grace, forever.





Leseeindruck:
Ich fange mal mit dem Titel an.
`Shiver' übersetzt man das ins Deutsche landet man bei: 'Zittern, Fröstlen, der Schauer'. Ich finde zwar auch 'Nach dem Sommer', als gewählten deutschen Titel passend, aber Shiver gefällt mir viel besser. Es beschreibt nicht, worum es geht, denn natürlich hat 'nach dem Sommer' eine Bedeutung, es erzeugt ein Gefühl, beschreibt ein Gefühl. Eines, dass mehrere Bedeutungen im Buch hat. Die Offensichtlichen, wie auch die Kleinen. Außerdem passt es hervorragend zu meinem Lesergefühl. Ich habe auf soooo vielen Seiten 'mitgezittert', wenn Sam dagegen ankämpft, sich zu verwandeln oder im dramatischen Endteil. Daher ist für mich die Wahl des Titels ja schon grandios.



Der Scheibstil von Maggie Stiefvater (Anmerkung: Ich beziehe mich auf die englische Ausgabe) ist wirklich super. Sie schafft es sehr locker, leicht zu erzählen. Sie schafft es Gefühle zu erzeugen, Bilder zu transportieren und so wirkt es an vielen Stellen beinah 'malerisch', wie sie schreibt, ohne das es überfrachtet ist und langweilig. Ganz toll gefallen mir ihre Beschreibungen der 'wölfischen Sinne', die Welt aus der Sicht der Wölfe.
Obwohl es ja ein Jugendbuch ist, war der Stil für mich nicht zu 'jugendlich' und keinesfalls flach. Das Englisch war gut verständlich und ich hatte keine Probleme, der Story zu folgen.

Die Geschichte selbst ist grandios. Was soll ich sagen: Ich liebe Wölfe. Nicht diese hässlichen Werwolfsgeschichten, wo die Werwölfe hässliche und dumme Monster sind. Das hier war eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Trotzdem erzählt sie mehr als die 'unmögliche' Liebe zweier Jugendlicher, die einen scheinbar aussichtslosen Kampf führen. Denn Sam ist ein Werwolf, der nur im Sommer menschliche Gestalt annehmen kann. Sobald es zu kalt wird, verwandelt er sich zurück in einen Wolf. Doch als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, wird es schwerer, je älter man wird. Offensichtlich lässt es sich nicht genau bestimmen warum, doch Sam spürt, dass er mit 18 Jahren seinen letzten Sommer als Mensch vor sich hat und sich danach nicht mehr zurückverwandeln wird. Sein letzter Sommer und gerade da greift das Schicksal um sich und führt ihn zu Grace, die er vor sechs Jahren vor Wölfen rettete und seitdem beobachtet, weil er sie nie vergessen hat.
Ja, romantisch, aber nein, nicht kitschig. Das Buch schafft es diese zarte, tiefe und sehnsuchtsvolle Lovestory zu erzählen, ohne das es kitschig wird, oder unglaubwürdig. Das liegt vor allem am tollen Schreibstil und an einer Fülle von klasse Charakteren. Denn nicht nur die Hauptcharaktere Sam und Grace sind sehr sympathisch und tiefgehend, auch die Nebencharaktere sind toll ausgearbeitet. Allen voran Beck, der menschliche Anführer des Wolfsrudels. Mir hat sehr gefallen, wie die Autorin in diesem Zusammenhang das Leben der Werwölfe beschreibt und damit auch Sams innere Zerissenheit, denn sein Leben ist - obwohl er seine Gabe als Fluch empfindet- nicht einfach nur schwarz oder weiß. Er wünscht sich Mensch zu sein, zu bleiben und hält daran fest und doch sind die Wölfe ihm eine Familie geworden. Beck, der zu seinem 'Vater' wurde, sorgt sich um ihn und liebt ihn aufrichtig, wo seine Eltern es nicht konnten.
Das Buch schafft eine Vielzahl von Gefühlen und spricht mehr Themen an, als die reine Lovestory um Grace und Sam, wenngleich diese nie zu kurz kommt.




Meine Kritikpunkte sind minimal und rein persönlicher Natur.
Ich habe bitterlich geweint, als Beck sich zurückverwandelt. Ich möchte nicht sagen wieso und weshalb, um nichts zu verraten. Das Gespräch mit Grace und ihm war eines meiner persönlichen Highlights und ich hätte mir gewünscht, Sam hätte seine Worte hören können, obwohl ich glaube, dass er es tief in seinem Herzen weiß.
So richtig Kritik ist das nicht?
Naja vielmehr ist nicht da. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass etwas nicht ganz logisch war, aber das Faszinierende an Shiver ist, dass ich mich schon ein Kapitel weiter nicht mehr daran erinnern konnte. Also kann ich nur sagen, hat Maggie Stiefvater alles richtig gemacht und ich finde keinen Ansatz für Kritik.
Ach doch, die Kapitelüberschriften, haben erst keinen Sinn gemacht und mich arg verwirrt. ;)

FAZIT:
Ein wunderbares Buch, tiefgehend und voller Emotionen. Eine Idee, die neu ist und mich total begeistern konnte. Sam und Grace und das Wolfsrudel von Mercy Falls reihen sich in meine liebsten Bücherhelden ein und obwohl ich Reihen liebe und das nur der erste Teil einer Triologie war, die ich auf jeden Fall weiterlesen möchte, war das Ende so zufriedenstellend, das dieses Buch auch als alleinstehendes Leseerlebnis unbedingt empfohlen werden kann. LESEN und GENIESSEN!!!


Das Buch bekommt bei mir folgende Wertung:



Kommentare:

  1. Hi Lilly, unser deutsches Nach dem Sommer gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Du hast recht, es ist ganz zauberhaft u. verdient volle Punktzahl. Schön geschrieben u. ich hoffe, deiner Tochter geht es wieder besser.
    LG,
    Damaris

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  2. Hey Lilly,

    deine Rezension macht richtig lust auf mehr. Ich kann mich erinnern, schon einmal über die Story gelesen zu haben. Damals hat sie mich aber nicht so angesprochen, wie bei dir jetzt.

    Steht nun auf meiner WL.

    Danke für den Tip.

    LG
    Marleen

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  3. @ Damaris:
    Danke *freu*
    Ich finde die Story auch zauberhaft, freue mich auf Band II, dass ich ebenfalls zu Weihnachten bekam und auf meinem SUB liegt *juchu*!!!
    Meiner Tochter geht es schon besser, zum Glück!

    @ Mini:
    Das ist ja super. Freut mich sehr. Solltest du echt unbedingt lesen. Ich bin total begeistert und kann es UNEINGESCHRÄNKT empfehlen. Grace & Sam sind <3 :)

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  4. Hey Lilly!

    Ich stimme dir in allem zu! Ich habe an bestimmten Stellen so weinen müssen, dass ich kaum noch die Schrift erkannt habe! Du hast vollkommen recht, es ist kein Kitsch, sondern wirklich sehr romantisch, weder schleimerisch noch sonst was! Ich hab zwar erst den ersten Band gelesen, zähle die Reihe aber auch schon zu meinen Liebsten, weil ich so begeistert vom ersten Band war. Da hat sich die Maggie in mein Herz geschrieben! :-D

    LG
    Tilly

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