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Samstag, 3. März 2012

Rezension

Totenpech
von Tanja Pleva



Inhaltsangabe:
Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.

Quelle: Piper





Ein reicher Sammler altägyptischer Kunst wird brutal ermordet. In seiner Villa findet man eine Mumie ungeklärter Herkunft. Gleichzeitig verschwinden über Europa verteilt Menschen und tauchen scheinbar nirgends wieder auf. Europol-Ermittler Sam O’Connor nimmt deren Spuren auf und entdeckt Dinge, grauenvoller als alles, was er je zuvor gesehen hat …


 







Cover:
Das Cover von Totenpech hat mir sehr gut gefallen. Ich mag die Farbgebung aus diesen verwaschenen Grün- und Sandtönen. Sie passen hervorragend zu dem Amulett, dass natürlich wiederum hervorragend das Grundthema, nämlich die ägyptische Kunst, wiederspiegelt. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Cover für einen Thriller so untypisch und damit aufmerksammachend wirkt. Es ist keineswegs düster, weckt auch nicht dein Eindruck einer Ermittlung zu einer Reihe von brutalen Morden. Es wirkt schon eher nach Abenteuer oder im spannenderen Begriff sieht es nach Mystery aus. Wenn man dann jedoch den Klappentext liest, weiß man, dass es hier um mehr als das, nämlich durchaus um einen packenden Thriller gehen soll. Für mich ein Widerspruch, der ganz hervorragend zum Buch passt, denn da wirkt auch alles harmlos, dabei ist es das ganz und gar nicht. Es passt zu der Täterin in dem Fall, den Sam O'Connor lösen will/muss und für mich war es so interessant, dass ich auf jeden Fall dran hängen geblieben wäre.
Ich vergebe daher für das Cover folgende Wertung:           



Leseeindruck:
Was soll ich sagen?
Mit Val McDermid habe ich mich nach langer Abstinenz mal wieder (danke Lovelybooks Lesechallenge Januar <3) an einen Krimi gewagt. Ich hatte sehr viel Lesefreude und davon profitierte sicher auch Totenpech. Andernfalls hätte ich womöglich gesagt: Thriller ... ach neeee liest du lieber wieder ein Fantasyschmöker, nach Thriller ist dir doch grad nicht. So aber war ich wieder auf den Geschmack gekommen und griff auch voller Vorfreude zu dem gut 300 Seiten Buch.
Der Schreibstil von Frau Pleva ist sehr leichtgängig, flüssig und ich war ruckzuck im Geschehen, im Fall und in der Welt der Charaktere. Das ist durchweg bis zur letzten Seite eine Sache, die ich bewundere und die mir die meiste Freude am Buch gemacht hat. Das Buch ist verdammt nochmal einfach wunderbar leicht zu lesen, dafür das die Kost doch etwas 'happiger' ausfällt. Die Kapitellängen sind genau richtig (obwohl ich jemand bin, dem sie egal sind, fühlten sie sich da einfach 'richtig' an) und auch die Einteilung, wann welcher Charakter die Geschichte weiterträgt, war für mich immer irgendwie genauso, wie ich es mir gewünscht hätte.
Ebenfalls überzeugen konnte mich die hervorragende Recherche und immer wieder vorkommenden Beschreibungen von Orten, Cote d'Azur, Kairo etc. Auch die Einführung in die Welt der Kunstsammler und Ägyptologen ist hervorragend dargestellt, ohne dabei zu überfrachten oder zu langweilen. Ihr gelingt genau die richtige Mischung zwischen Geschichts- und Geografiewissen und dem spannenden Thrillertouch.
Getragen wird die gut ausgearbeitete Story durch den durchweg sympathischen und wie ich finde typisch männlichen Ermittler Sam O'Connor. (Schon wegen ihm würde ich mir sowohl das erste Buch 'Gottesopfer' als auch den dritten Teil 'Orchideenstaub' kaufen.) Ebenso toll fand ich, in ihrer grausamen Psychose, Jaqueline und auch der feminine Part von Diebin Aethel hat mir besonders gut gefallen.
Nicht alles konnte mich jedoch überzeugen, oder gefallen. Mein Kritikpunkt gilt zwei Dingen.
- Tagebucheinträge
Diese gaben für mich nicht immer ganz einen Sinn, zumindest bekam ich immer den Eindruck, dass sie überflüssig waren. Zudem waren sie mir in ihren Details zu langatmig und teilweise zu langweilig.
- Lina
Es ist nicht nur das Ende, dass mich enttäuscht hat (das ist subjektiv gefühlt), sondern ich empfand manche ihrer zum Ende hin getroffenen Entscheidungen nicht nachvollziehbar, so dass es für mich nicht charaktertreu wirkte. Ich kann mir bis jetzt immer noch nicht vorstellen, dass sie Daniel in einer ganz bestimmten Situation keine Szene macht, ihre Koffer packt und nach Hause fliegt. Das ist die entscheidende Situation, es gibt aber noch ein paar andere.
Ihren Charakter empfand ich am Anfang sehr interessant, leider nahm das Interesse mit der Zeit ebenso ab, wie das Verständnis für die Figur und damit ging auch die Sympathie flöten und das Mitgefühl.
Schade ... :(

Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte kann ich diesen Thriller unbedingt empfehlen!
Hervorragender Schreibstil trifft gut durchdachte Story, die in eine geheimnisvolle und gleichzeitig grausame und skrupelose Welt der ägyptischen Kunst führt und man lässt sich als Leser durchweg gerne vom sympathischen Sam O'Connor durch den Fall führen, schon allein deswegen, weil er stets menschlich (und männlich) bleibt. Thumps up!!!
Eindeutige Empfehlung für Thrillerfans und jene, die es nicht auf zu viel Action und Nervenkitzel abgesehen haben.


 Das Buch bekommt bei mir folgende Wertung:
  













Mein besonderer Dank gilt Petra von der Büchertipps-Gruppe bei FB, die mich auf den Thriller aufmerksam gemacht hat, sowie der Autorin Tanja Pleva für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplars.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube, dieses Buch möchte ganz schnell auf meine Wunschliste ;-) Klingt guuut!

    Liebe Grüße
    Marleen

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