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Mittwoch, 29. Februar 2012

Rezension

Hi Leute,
heute will ich euch aus gegebenem Anlass meine erste Film-Rezension präsentieren. Am Montagabend haben wir diesen grandiosen Film gesehen und ich habe seit LANGEM nicht mehr so einen geilen Film gesehen. Romantik, Gefühl, HUMOR, eine tolle Story und noch bessere Schauspieler. Deswegen also beginne ich meine Filmrezis mit diesem Meisterwerk:

Rezension
Henry und Julie - Der Gangster und die Diva


Fakten:
  • Darsteller: Keanu Reeves, James Caan, Vera Farmiga
  • Regisseur: Malcolm Venville
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: SUNFILM Entertainment
  • Erscheinungstermin: 3. November 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 108 Minuten

Worum geht es:
Henry ist ein Tagträumer mit einem McJob in Buffalo, der von Freunden dazu überredet wird, bei einem Einbruch das Fluchtfahrzeug zu steuern. Geschnappt wird nur Henry, der in den Knast geht, wo er von dem erfahrenen Verbrecher Max ein paar wichtige Lektionen fürs Leben erhält. Wieder auf freiem Fuß, lernt Henry in seiner Heimatstadt die attraktive Julie kennen, die für ein Theaterstück probt. Weil das Theater gegenüber der Bank liegt, kommt Henry auf die Idee, jetzt das Verbrechen zu verüben, für das er bereits eingesessen ist.

Meine Meinung:
Ich war entsetzt zu sehen, dass der Film bei Amazon so schlechte Kritiken hat (weswegen ich meine später dort noch unbedingt einsetzen möchte) und dachte mir: Das DARF nicht sein. Ich möchte euch gerne von einer anderen Sichtweise, nämlich einr gänzlich positiven Sichtweise, von diesem Film erzählen. Vielleicht findet ihr so doch den Weg, ihn euch anzusehen, ich bin der Meinung es lohnt sich!!!

Es geht also um Henry. Der (gespielt von Keanu Reeves) ist ein durchschnittlicher amerikanischer Bürger nach dem Prinzip: einfacher Job, einfache Kleidung, altes Auto, eine Freundin, die unbedingt Kinder will, eine Beziehung die schon lange eingeschlafen ist und sich auseinandergelebt hat. Doch das Leben, obwohl er nur vor sich hin lebt und alles an ihm vorbeizuziehen scheint, gibt ihm einen Rahmen, eine Routine. In der steckt Henry ganz offensichtlich fest, seine Freundin, die weitergehen will (deswegen die Babyfrage und die danach, ob er sie noch liebt: Standardantworten Henrys sind: Yes, Yes sure, Yes of course) führt ihm dies konkret vor Augen.
In dieser Situation wird der Dauer-Ja-Sager von zwei alten Schulfreunden besucht, die fragen, ob er sie wohinfahren kann und zwar wegen eines Baseballspiels, bei dem er aushelfen soll. Natürlich passt das nicht. Natürlich will seine Freundin das nicht. Natürlich ahnt Henry, dass da was faul ist. Doch wie war das mit dem Dauer-Ja-Sagen?? Genau. Also bleiben wir auch brav im Auto sitzen, während die Jungs die Bank ausrauben und das so offensichtlich, dass das selbst Henry auffallen müsste. Anstatt der Räuber, die sich von dannen machen, wird schließlich Henry im Fluchtwagen geschnappt. Der kommt auch vor Gericht, weil er keine Namen nennt. Nicht, weil er so loyal wäre, dass er alte Freunde nicht reinreiten will, sondern weil das alles an dem Ja-Sager vorbeigeht, wie in einem Traum.
Sehr gut umgesetzt bekommt man (durch Kameraführung und eine geniale Darstellung von Keanu Reeves) den Eindruck, dass Henry seinem eigenen Ich dabei zusieht, wie er sein Leben lebt und als Ja-Sager schließlich für ein Verbrechen im Knast landet, dass er gar nicht begangen hat. Seine Freundin taucht dann noch auf und erklärt ihm, dass sie sich verliebt habe. Henrys Reaktion: Lächeln. "Really? Great. That's great."
"You're not mad with me?" "No of course not. I'm happy for you. I want you to be happy. Are you?" "Yes I am." "Great, thats great."
So ungefähr läuft der Besuch seiner Freundin, dann Exfreundin ab und Herys Reaktion ist symptomatisch für den Ja-Sager, der mich als Zuschauer schon dort zum Dauerlachen brachte.
Seine Zelle teilt Henry mit Max. Der liebt das Leben im Knast, weil er alles hat was er braucht und der Knast sein Traum sei. Das schlimmste Verbrechen in Maxs Augen ist es, keinen Traum zu haben, bzw. diesen nicht zu leben. Das rüttelt Henry wach, dem klar wird, dass er auf die Frage, was sein Traum sei, keine Antwort hat. Ihm wird zwar bewusst, dass sein Leben keinen Sinn hat und er nur vor sich hinlebt, aber was er eigentlich mit seinem Leben anfangen will, was sein Traum sein könnte, dass ist Henry nicht klar, bis er seine Strafe abgesessen hat, wieder auf freiem Fuß ist. Sein Weg führt ihn über die Exfreundin, die jetzt mit einem der beiden Schulfreunden (den etwas Unterbelichteten, aber Netteren) zusammen ist, der die Bank mitausgeraubt hat (schon wieder so ein Schmunzler, denn schwanger ist sie auch!)  zu der Bank, die er nicht ausgeraubt hat. Beim über die Straße gehen, fährt ihn Julie über den Haufen. Ihres Zeichens Theaterschauspielerin, die grandios ist, aber Probleme hat Gefühle zuzulassen. Fluchen kann sie dafür gut!
Ob es der Crash oder der Crash auf den ersten Blick (in Julie) ist, oder doch das Pinkeln auf der Toilette, in jedem Falle entdeckt Henry dabei einen alten Artikel über das Theater gegenüber der Bank. Es soll einen alten Tunnel geben, der beide Gebäude miteinander verbindet. Da fällt dem Henry doch glatt wieder ein, dass Max bereits im Knast zu ihm sagte: Schon blöd wenn du für ein Verbrechen einsitzt, das du nicht begangen hast. Du solltest es wenigstens getan haben, wenn du schon deine Strafe absitzt. Da denkt sich Henry: Wenn ich die Strafe schon im Vorhinein abgesessen habe, kann ichs eigentlich auch im Nachhinein tun.
In diesem Sinne besucht er Max im Knast und bittet den um Hilfe, bei seinem Plan die Bank auszurauben. So beginnt das Projekt: Ich begehe ein Verbrechen für das ich längst schon bezahlt habe.
Da Henry jedoch Mr. Nice Guy ist und nach wie vor etwas verpeilt, gestaltet sich dieser Banküberfall nicht wie in einem Actionfilm aller Stirb langsam, sondern es begegnen uns eine Menge Wendungen, Romantik, Hindernisse und eine vielzahl an komischen Situationen. Einen Überblick über diesen Witz erhaltet ihr im folgenden Trailer, durch den ich euch endgültig für die Story gewinnen möchte.







Neben dieser witzigen Story sind die Schauspieler es einfach wert, den Film gesehen zu haben. Sowohl Keanu Reeves, dem man alles abkauft, als auch James Caan als Max, der einem dauerhaft zum Lachen bringen kann, sind super! Ganz besonders habe ich mich jedoch gefreut wieder mal so eine wunderbare schauspielerische Leistung von Vera Farmiga zu sehen. Ich fand sie schon super, da kannte sie noch kein Mensch. Mittlerweile hat sie mit den Filmen: Source Code, Up in the Air, Orphan und Departed mehr Bekanntheit erlangt. In diesem Film zeigt sie nicht nur, wie natürlich hübsch sie ist, sondern was für eine tolle Brandbeite an Facetten sie bietet. Witz, Leidenschaft, Wut und jede Menge Gefühl.


Fazit: Ich bin restlos begeistert und weiß, den Film habe ich nicht nur einmal gesehen!!! Eine absolute Empfehlung meinerseits für einen Abend allein, zu zweit oder mit Freunden. Was zu Naschen, was zu trinken, ne Decke, ab aufs Sofa, zurücklehnen und genießen, wie lustig, irre und schön das Leben sein kann. :)

Henry & Julie - Der Gangster und die Diva

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