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Donnerstag, 23. Februar 2012

Rezension

Ludvig meine Liebe
von Katarina von Bredow




 
 
MehrInformationen zum Inhalt und Buch erfahrt ihr hier: Klicken.














Cover:
Gut, das Cover ist nichts Besonderes. Es zeigt die beiden Geschwister, um die es geht. Bevor man weiß, worum es in dem Buch gehen soll, könnte man die beiden für ein durchschnittliches, normales Liebespärchen in Teeniealter halten. Das macht das Buch ja aus, dass sich die Liebe der beiden für Ludvig und Amanda so normal anfühlt, wie zu jedem fremden Menschen. Dass macht es ja so schwierig, ihr zu widerstehen, zu akzeptieren, dass die Liebe, die sie füreinander empfinden, verboten ist.
Insofern passt dieses durchschnittlich, völlig normal wirkende Cover auch irgendwie zur Story und dem Buch. Für mich erweckt es dennoch sofort den Eindruck: Schulliteratur, auch wenn ich nicht sagen kann warum.
Ich vergebe für das Cover folgende Wertung:           

 


Leseeindruck:
Der Schreibstil der Autorin, um gleich mal vorne anzufangen, ist flüssig, sehr leichtgängig und das Buch liest sich gut zwischendurch. Die Autorin erzählt in der Ich-Perspektive und zwar aus der Sicht einer erwachsenen Amanda, die auf die Liebe zu ihrem Bruder und jener Zeit, als dies anfing, zurückblickt. Aufgepeppt wird die, teilweise distanziert erzälte Geschichte, durch Amandas Tagebucheinträge von damals.
Durch diese Abwechslung entsteht eine schöne Mischung zwischen Teenie-emotionalen Ausbrüchen und einer etwas distanzierteren Erzählung, die die Amanda, der Gegenwart einnimt.
Zunächst habe ich mich mit diesem Wechsel etwas schwer getan. Ebenso ging es mir mit dem Stil. Das Emotionale wirkte für mich übertrieben und da wo ich es gerne emotionaler gehabt hätte, war es das nicht. Es hat ein ganzes Stück gedauert bis ich mich an die jugendliche Schreibweise und die Ich-Perspektive gewöhnt hatte. Im Endeffekt war ich erst nach 50 Seiten richtig drin in der Geschichte. Diese liest sich locker leicht weg und die Charakte besitzen genug Tiefgang, um sie zu mögen, sind jedoch nicht all zu komplex ausgearbeitet. Wie die beiden Geschwister gegen ihre Liebe ankämpfen, wie sie versuchen in einer 'normalen' Welt ganz allein mit diesen Gefühlen zurechtzukommen und wie sie immer wieder zueinander zurückfinden, ist wirklich nachvollziehbar dargestellt. Es gibt keine Stelle im Buch, bei der man an der Glaubhaftigkeit der Gefühle dieser beiden Menschen zweifelt und die Autorin geht wirklich gut mit dem problematischen Thema der Geschwisterliebe um.
Was mir das Buch jedoch kaputt gemacht hat, war das übereilte Ende. Genau das, was mich an der Geschichte interessiert hätte, wird nicht mehr erzählt. Wie haben die beiden in Zukunft gelebt. (Ich möchte hier nicht zu viel verraten) Wie reagierte ihr Umfeld darauf, dass nichts von dieser Geschwisterliebe wusste? All die Probleme, die diese Liebe mit sich bringt, wenn man ein Leben lang davon verfolgt wird und nicht loslassen kann, die fehlen und sind weggelassen. Wie reagiert ein Mensch, der einen liebt, wenn man ihm erzählt, das man ihn liebt, aber auch immer seinen Bruder geliebt hat, mehr als man dürfte? Ist es möglich 2 Menschen zu lieben?
Das wären alles Dinge gewesen, die ich gerne erfahren hätte und die mir die distanzierte Amanda aus der Gegenwart schuldete, weil es so für mich gar keinen Sinn machte, dass sie die Geschichte aus der Vergangenheit heraus erzählt, dann hätte es auch die Gegenwart getan. Das Ende war schlichtweg einfach gemacht und für mich zu einfach. Es hat mich unbefriedigt und mit zu vielen Fragen zurückgelassen.


FAZIT:
Ludvig meine Liebe ist ein Buch, dessen Thema: Geschwisterliebe, wirklich sehr gut von der Autorin dargestellt wird. Das faszinierende ist die Ehrlichkeit, mit der das Thema beleuchtet wird und das die Gefühle der beiden Figuren so nachvollziehbar gemacht wurden, dass man sich beinah wünscht, sie würden sich bekommen und haben dürfen. Leider enttäuschte mich das Ende so sehr, dass es für mich nicht mehr als ein Buch für zwischendurch gewesen ist und bleiben wird. Empfehlenswerd für Teenager und am Thema Interessierte, die was Schönes, Lockeres für Zwischendurch suchen.


Das Buch bekommt bei mir folgende Wertung:


 

Kommentare:

  1. *schnüff* Nur drei Fluffis? *schnüff*

    Stimmt, das Ende war scheiße. Das wär doch mal ein Gruppenprojekt: Wir gehen unter die Fan-Fiction-Schreiber und verpassen dem Buch ein neues Ende... Eliza, du und ich, Arbeitsgruppe "Ludvig meine Liebe braucht ein neues Ende", kurz AGLMLBENE. Das schicken wir an Autorin und Verlag und wenn die uns nicht nachgeben, gehen wir auf die Straße...

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  2. Drei Fluffis heißt ja, dass ich es nicht bereue, es gelesen zu haben *drück* :)
    Aus Schreibersicht könnte ich das Buch aus anders bewerten, zwecks des Stils, aber als Leser sind es eben nur 3 Fluffis. Das ist ja aber nicht schlecht ;)

    Und was die Arbeitsgruppe angeht, wäre ne Überlegung wert, wenn wir mal nen Moment Zeit erübrigen können :D :D

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  3. Das Buch klingt interessant und ich habe öfters schon einmal überlegt, ob ich es mir zulegen soll. Meine Schwester/Sandi hat gerade "Forbidden" mit der gleichen Geschwister Thematik ausgelesen. Alleine was sie mir davon erzählt hat klang sehr emotionsgeladen und Sandi war danach wohl fix und fertig. Vielleicht kann dich das ja mehr überzeugen? Ich würde jetzt wohl dann eher zu "Forbidden" greifen. Deine Rezi ist toll geschrieben und es ist wirklich Schade um das unbefriedigende Ende.

    LG Reni

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    1. Danke Reni *rotwerd*
      Es freut mich, dass dir die Rezension gefallen hat. Das Buch ist für lockere und durchaus emotionale Unterhaltung ein empfehlenswertes Buch für Zwischendurch. Das muss ich schon sagen, aber es ist keines, das einen Platz in meinen unvergesslichen Büchern finden wird. Also jene Bücher, die mich so begeistern konnten, das ich sie gerne nochmal in die Hand nehme und ein zweites Mal lese. :)
      Forbidden steht auch auf meiner WL und möchte in Zukunft auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt wie es mir mit dem Buch geht und die Autorin das Thema dort behandelt.

      LG
      Lilly

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  4. Ich hab mir jetzt Forbidden bestellt *pfeiff* Gestern hab ichs gekriegt und mal angelesen, d.h., ich kann zum Inhalt noch nicht viel sagen, aber "Ludvig meine Liebe" gefällt mir jetzt schon besser. Es ist nett geschrieben, aber es ist halt nett. Es fängt halt schon mit einer Beschreibung von einem Schultag an, aus Sicht des Jungen, und das ist ... nett? Mal schauen, was ich dazu sag, wenn ichs fertiggelesen hab, aber ich glaub, es stinkt nicht gegen "Ludvig meine Liebe" an *gg*

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  5. *gg*
    Da bin ich mal gespannt, was du sagst, wenn du es fertig hast. Auf meiner WL steht es ja auch und ich werds auch sicher lesen. :)

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