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Freitag, 18. November 2011

Rezension

Pellinor-Saga Band I
Die Gabe
von Alison Croggon




Von einer unbedeutenden Sklavin zur Hoffnungsträgerin des Lichts

Quelle: Bastei Lübbe


Maerad ist eine Sklavin in einer kleinen, unwirtlichen Siedlung. Hier lebt sie schon, seit ihre Familie im Krieg ums Leben gekommen ist. Über ihre Herkunft weiß sie nicht viel. Als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder in die Siedlung kommt, ändert sich Maerads Leben für immer. Der Mann bietet ihr an, sie zu befreien, und das nicht ohne Grund. Maerad weiß nicht, dass eine mächtige Gabe in ihr schlummert und dass ihr Name in einer schrecklichen Prophezeiung erwähnt ist. Sie tritt eine gefährliche Reise an, einem unbeschreiblichen, namenlosen Grauen entgegen ...


Cover:
Das Cover hat mich angesprochen. Gerade in der Rubrik Fantasy hat es mir sehr gut gefallen. Der leichte Blauschimmer im Nebel hatte etwas Mystisches und das passt gut zur Thematik des Buches. Das Bild der Protagonistin hat mich zunächst etwas verwirrt, da das nicht zu passen scheint, aber je weiter man in die Geschichte abtaucht und je mehr man erfährt, um so klarer wird auch, dass das gewählte Bild gar nicht so unpassend für Maerad ist. 
Alles in allem gebe ich für das Cover folgende Wertung:           





















Leseeindruck:

Der Schreibstil des Buches ist angenehm und gut zu lesen. Selbst das hier, und da etwas umständlichere Satzkonstruktionen dabei waren, störte im gesamten Lesefluss nicht. Vom Stil her kann man sich bei diesem Buch nicht beschweren. Die Kapitel sind gut gewählt, der Aufbau harmonisch. Sie schafft es wunderbar diese mystische Welt zu erschaffen und auch die Gedichte, Reime und Gesänge fügen sich ein, ohne das Bild der Sprache zu zerreißen.

Die Geschichte selbst beginnt langsam. Sie bleibt bis zum Ende verworren, was natürlich zu erwarten ist, da dies ja nur der Auftakt einer Reihe ist. An Spannung fehlt es dem Buch nicht. Da sind nicht nur zahlreiche Geheimnisse und Rätsel im Hinblick auf die übergeordnete Hintergrundgeschichte, sondern auch zahlreiche Momente im Buch, in denen sich Maerad und ihr Begleiter Cadvan bösen und teils mächtigen Wesen im Kampf stellen müssen.

Die Charaktere sind schön gezeichnet. Maerad wird als Hauptprotagonistin intensiv beschrieben und die Identifizierung gelang mir gut. Obwohl die Erzählperspektive aus der 3. Person heraus geschieht, fühlt man sich Maerad nah. Man spürt regelrecht, wie sie mit ihren Gefühlen ringt und versucht stark zu sein, was für außenstehende Figuren, mit denen sie interagiert, oftmals unnahbar und ‚gemein‘ wirkt. Ein sehr schöner Konflikt, der da entsteht, da man Maeard als Leser gut versteht und nachvollziehen kann.

Die Nebenfiguren sind ebenfalls so gestaltet, dass man sie gleich lieb gewinnt. Vor allem Cadvan ist mir persönlich ans Herz gewachsen. Man ist sich manchmal nicht so sicher, welcher Art seine Gefühle für Maerad sind und das ist natürlich ebenfalls sehr interessant. Außerdem bietet seine Hintergrundgeschichte Spannung, denn er wird oft so beschrieben, dass ihn ein Geheimnis oder eine düstere Vergangenheit von den anderen Barden ‚distanziert‘. Darauf geht Alison Croggon zwar ein, aber man erfährt hierzu im ersten Teil leider nicht sehr viel.

Einziger Kritikpunkt an dem ersten Teil der Pellinor-Saga ist für mich, die teils etwas zu langatmige Beschreibung verschiedener Bauten, Landschaften oder sonstigen Ereignissen. Da fühlt man sich manchmal zu sehr abgelenkt vom eigentlichen Geschehen, den Gefühlen der Personen oder wartet einfach nur darauf, dass es endlich ‚losgeht‘.


FAZIT:
Teilweise langatmige Beschreibungen nehmen Spannung und Lesefreude einer interessanten Geschichte in einer tollen Welt. Die Geheimnisse, der Geschichte und die sympatischen Charaktere haben mich jedoch bewogen Teil II eine Chance zu geben. Der Schreibstil der Autorin ist bis auf die ausufernden Beschreibungen sehr angenehm und flüssig.


Das Buch bekommt bei mir folgende Wertung:

1 Kommentar:

  1. Ohje, mit langatmigen Beschreibungen tue ich mich immer unheimlich schwer... Aber ansonsten klingt das Buch gut! Schöne Rezi!

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