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Sonntag, 20. November 2011

Rezension

Das Rätsel
Pellinor-Saga Band II
von Alison Croggon



Auf der Suche nach dem Baumlied

Quelle: Bastei Lübbe
Das Mädchen Maerad ist vom Schicksal ausersehen. Während der Schatten des Bösen sich über das Land Edil-Amaranth legt, begibt sich Maerad auf eine abenteuerliche Reise. Sie versucht, das Rätsel eines halb vergessenen Liedes zu lösen, in dem die einzige Hoffnung der Menschheit liegt.


Cover:
Auch bei Band II gefiel mir die Farbgebung des Covers. Erneut dieser Grauton mit einer Nuance Geld. Das Nebelige, das auf das Verborgene hindeutet. Zusammen mit der gelben Schrift für mich persönlich sehr ansprechend. Selbst wenn ich das Buch aufgrund dessen gekauft habe, das ich wissen wollte, wie es weiter geht. Was mir hier beim Cover nicht so gut gefiel, ist der Protagonist. Sicher bin ich mir auch nach dem Lesen des Buches nicht, wen das darstellen soll. Ob ihren Bruder Hem, Cadvan oder gar jemand ganz anderes. Daher empfinde ich das Ganze etwas verwirrend. Ich hätte mir lieber Maerad als Abbildung gewünscht.

Bewertung für das Cover:





Leseeindruck:

Diesmal bin ich beim Lesen mit einer gewissen Grunderwartung an die Sache gegangen. Nicht nur was den Inhalt betrifft, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht, sondern auch an den Stil der Autorin und die Art, wie sie Szenen beschreibt.
Was diesen angeht, kann ich sagen, dass sie ihr Niveau hält. Das Buch ist genauso wunderschön erzählt, wie der Vorgänger. Maeard erhält mehr Tiefe und ich konnte mich noch besser mit ihr identifizieren. Cadvan ist mir noch mehr ans Herz gewachsen, da ich seine Art und diesen verstaubten Humor besonders gelungen und sympathisch finde. Im Kontrast dazu stehen dann Figuren wie Saliman oder andere, die ebenfalls gut gelungen sind und im Gesamten einen tollen Rahmen abgeben.
Einige Geheimnisse werden weiter ausgebaut. Man erfährt als Leser ein paar Puzzlestücke mehr, doch nichts wird wirklich geklärt oder gar aufgelöst. Das Große und Ganze bleibt weiterhin ein Rätsel und selbst nach dem man das Buch zu Ende gelesen hat, gibt es keine Auflösung. Das hatte ich im Titel erwartet, das man einen großen Schritt weiter kommt, doch den spürt man dank vieler neuer Fragen und Rätsel gar nicht. Das wiederum hat gar keinen negativen Eindruck gemacht, dass sich Maerad ganz genauso fühlt. Sie wird erwachsener, reifer und musste in diesem Band viel mitmachen. Das erste Mal eigene Entscheidungen treffen, ihr Schicksal akzeptieren, in die Hand nehmen und Verluste erleiden.
Der Spannungsbogen ist toll und nur die Tatsache, dass sich diese Ausgedehntheit einiger Szenenbeschreibungen vermehrt hat, gefiel mir nicht. So waren mir einige Szenen mit den Elidhu zu ausgeweitet. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Szene am Ende dafür lieber ausführlicher gestaltet worden wäre. Diese war für mich der persönliche Höhepunkt, nachdem darauf nur gewartet und es herbeigesehnt hat. Ohne zu viel zu verraten, gebe ich dem Buch einen Abzug, weil aus dieser Szene mehr herauszuholen gewesen wäre und das lässt die Autorin ziehen. Schade.


FAZIT:
Schwäche bleibt bestehen, wird in manchen Szenen auf Kosten der Gefühlswelt der Charaktere, die mich mehr interessiert hätte, ausgedehnt, was ich bedauerlich fand. Dennoch schafft die Story es weiter spannend zu bleiben und weil ich wissen will, was nun das große Geheimnis ist, werde ich auch weiterlesen. Die Charaktere gewinnen an Tiefe, die Beziehungsgebilde werden komplexer und der Schreibstil bleibt weiter auf hohem Niveau.


Alles in allem hat die Fortsetzungen folgende Wertung verdient:

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